Veolia service engineer on a rooftop

Kupferkorrosion im Kühlsystem eines Pharmaunternehmens beseitigen

Kunde: Pharmaunternehmen, UK

Ein führender pharmazeutischer Forschungs- und Entwicklungsdienstleister verwendet an einem seiner britischen Standorte Kühlwassersysteme, um Wärme aus den Produktionsprozessen und Geräten abzuführen. Dafür ist die richtige Qualität des Kühlwassers von entscheidender Bedeutung. Die leistungsstarken Systeme sind oft auf Komponenten aus Kupfer angewiesen, die ohne die richtigen Vorkehrungen von Korrosion betroffen sein können.


Anforderung: Kupferkorrosion im Kühlsystem beseitigen

Jeder Wasserverlust aus dem Kühlsystem, beispielsweise durch planmäßige Absalzung, setzt das Unternehmen dem Risiko aus, gegen die Grenzwerte für Kupfer der Abwasserbehörde zu verstoßen. Das Unternehmen war deswegen gezwungen, mittels einer sofortigen, aber kostspieligen Lösung dieses kontaminierte Wasser in einem Tank aufzufangen. Anschließend wurde das belastete Wasser außerhalb des Standorts entsprechend behandelt. Um das Problem effektiv zu lösen, wandte sich der Pharmahersteller an die Expert:innen von Veolia Water Technologies, um Hilfe bei der Suche nach einer kostengünstigeren langfristigen Lösung zu erhalten.


Lösung: Verbesserte Kühlwasserbehandlung

Wasseraudit ermittelt Ursache

Nach einem ersten technischen Audit mit den HYDREX-Experten für Wasserchemikalien von Veolia, zeichnete sich ein klareres Bild der Probleme und Herausforderungen ab, die die Kupferkorrosion im Wasserkühlungssystem verursachte. Anschließend führte Veolia eine gründliche mechanische, betriebliche und chemische Untersuchung des Systems durch.

Die Untersuchung zeigte, dass das verwendete oxidierende Biozid über den empfohlenen Mengen dosiert wurde. Zudem war die Biozidlösung auf Grund des pH-Werts des Umlaufwassers unwirksam. Infolgedessen wurde innerhalb des Kühlkreislaufs eine stark korrosive Umgebung geschaffen, die eine schwere Kupferkorrosion innerhalb des Systems und der zugehörigen Kühler verursachte.


Umstellung von Korrosionsschutz- und Biozidprogramm

Jim Knight, Business Development Manager bei Veolia Water Technologies UK:

water treatment chemicals

“Dieses Korrosionsproblem betraf die Endplatten der Kältemaschinen am Standort. Gleichzeitig lag der Kupfergehalt im Umlaufwasser des Unternehmens bei über 16 ppm. Um eine Verletzung der Grenzwerte der örtlichen Wasserbehörde von 3 mg/l zu vermeiden, hatte der Kunde eine kurzfristige Minderungslösung beschlossen. Diese Lösung war zwar effektiv, hatte jedoch eine jährliche Kostenauswirkung von etwa 53.000 €/Jahr. Nachdem wir eine vollständige Untersuchung des Kühlsystems durchgeführt hatten, war es offensichtlich, dass eine Änderung des Biozidprogramms erforderlich war, um eine bessere Leistung beim pH-Wert des Umlaufwassers zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurde eine Reihe von Hydrex-Wasserbehandlungschemikalien ausgewählt, um eine effektivere Leistung zu gewährleisten. Dazu gehörte die Verwendung von Hydrex 7118, Hydrex 7212, Hydrex 2221TT und Hydrex 2211.”

Darüber hinaus wurde das Management der Kühlwasserbehandlung verbessert, um eine REDOX-Kontrolle des oxidierenden Biozids und eine Feedback-Kontrolle zu liefern. Dies gewährleistet den Schutz vor Bakterien gewährleisten und vermeidet eine Verschlechterung der Anlagen. 

Die Korrosionsschutzmittel und Dosiertechnik von Veolia Water Technologies ermöglichen die einfache Messung der Inhibitor-Freisetzung. Auf diese Weise konnte das Team eine optimierte Kontrolle des Hemmstoffgehalts sicherstellen und einen verbesserten Kesselstein- und Korrosionsschutz ermöglichen. Außerdem stellten die Lösungen sicher, dass durchgängig ausreichende Konzentrationen an Korrosionsinhibitor vorhanden waren, um Kupferkorrosion zu verhindern.
 

Ergebnisse: Mehr Sicherheit für weniger Kosten

Normgerechtes Kühlwasser

Nach der Implementierung dieser Lösungen konnte der Kunde sicherstellen, dass sein Wasserchemikalienprogramm den Legionellenvorgaben und den Wassereinleitungsgrenzwerten der örtlichen Behörden entspricht. Darüber hinaus verhinderte das richtige Management des oxidierenden Biozids weitere Korrosion. Ebenso war das Team in der Lage, einen spezifischen Kupferkorrosionsinhibitor so hinzuzufügen, dass er jederzeit in richtiger Dosierung vorhanden war. 

Sicherer Anlagenbetrieb

Die jetzt implementierten Lösungen zur Wasserbehandlung bieten die Gewissheit, dass kritische Bauteile ordnungsgemäß vor Korrosion geschützt sind. Dies ist wichtig, da korrodierte Wärmetauscheroberflächen die Wärmeübertragungsrate verringern. Ebenso kann Korrosion zu Leckagen von Kältemittel und/oder Kondensationsflüssigkeit führen, was sich negativ auf die Wärmeabgabe auswirkt. Diese verbesserte Leistung wird durch konsistente online gemessene Korrosionsraten deutlich.

Nachhaltiger Betrieb

Die hohen Kupfermengen im Abschlämmwasser des Kühlsystems sind nicht mehr vorhanden und das Wasser darf sicher eingeleitet werden. Folglich konnte die zuvor betriebene kurzfristige, kostspielige Kompromisslösung aufgegeben werden.


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