Fabrik am Fluss bei Sonnenaufgang

Bei API: Kostensenkung durch intelligente Abwasserreduzierung

Untersuchungen ergaben, dass nahezu 270 verschiedene Arzneimittelstoffe in deutschen Gewässern nachgewiesen werden können. Die Konzentration der Wirkstoffe sei dabei so gering, dass sie auf den Menschen direkt keine therapeutischen oder schädlichen Auswirkungen haben. Für Flora und Fauna sind selbst geringe Mengen jedoch teilweise nicht unproblematisch, weshalb es strenge Vorgaben für die Abwassereinleitung der Verursacher gibt. Auch deshalb müssen Hersteller beispielsweise von Arzneimitteln hohen Aufwand betreiben, um unerwünschte Stoffe im Abwasser und aus Teilströmen herauszufiltern. Durch den Einsatz von Verdampfungstechnologie von Veolia lassen sich diese Kosten radikal senken.

Gelangen Arzneimittelstoffe, Hormone oder Chemikalien in die Umwelt, sind die Auswirkungen beispielsweise auf Wasserlebewesen vielfältig: Hormonelle Abbauprodukte können für Geschlechtsumwandlungen bei Amphibien und Fischen verantwortlich gemacht werden, Chemikalien sorgen für ein verlangsamtes Wachstum von Umweltbakterien oder beschleunigen Algenwachstum, erhöhte Konzentrationen an Arzneimitteln können für Organschädigungen oder Einschränkungen bei der Fortpflanzung kleinerer Lebewesen sorgen. Darum muss die Abgabe dieser Stoffe an die Umwelt generell so weit wie möglich eingeschränkt werden. Der Gesetzgeber macht hierzu klare Vorgaben. Diese Vorgaben werden künftig noch strenger.

Eine weitere potentielle Gefahr der Verunreinigung sind die Emissionen von Arzneimittelherstellern während der API-Produktion (Active Pharmaceutical Ingredients). Dieses Abwasser darf unter keinen Umständen in die Umwelt gelangen und die fachgerechte Entsorgung ist daher kostspielig und aufwändig. Deshalb suchen viele Unternehmen in der pharmazeutischen Industrie nach Lösungen, die nicht nur den Normen und Vorgaben entsprechen, sondern gleichzeitig die Effizienz bei der Entsorgung für den Produktionsbetrieb nachhaltig steigern und damit Kosten reduzieren.

Darum lohnt sich Verdampfung zur API-Entfernung

Die Behandlung von belasteten Abwässern aus dem Herstellungsprozess stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor im Umweltmanagement dar. Mit der konventionellen Abwasserbehandlung gelingt es nur schwer, alle APIs restlos zu entfernen. Häufig wird das Entsorgungsmanagement an spezialisierte Unternehmen ausgelagert, wo am Ende die Verbrennung oder aufwendige chemische Behandlung der Abfälle ansteht.

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Die Vakuumverdampfung belasteter, wässriger Abfälle ist seit langem eine bewährte Technologie. In den letzten Jahren konnten wir enorme Effizienz-Fortschritte dieser Technologie in vielen neuen Märkten erzielen, die auch zur Senkung der allgemeinen Betriebskosten der Gesamtanlagen geführt haben. Deshalb gilt diese Technologie mittlerweile als bestes verfügbares Verfahren zur Aufkonzentrierung und Volumenreduzierung für Industrieabwässer. Unternehmen können damit aktiv auf den wachsenden Umweltdruck reagieren und die Abwasserfrachten in öffentliche Wassersysteme bzw. die Kosten für eine gesonderte Entsorgung erheblich senken.

Der Druck wird durch die Europäische Union verstärkt, die in der Veröffentlichung „Strategic approach to pharmaceuticals in the environment“ im Rahmen der „Green Deal“ Initiative aus dem Jahr 2017, die Industrie aufforderte Lösungen bereits rechtzeitig umzusetzen. Mit einer Verdampferanlage können bis zu 80% der Kosten im Vergleich zur externen Entsorgung eingespart werden, da nur 5-10% des ursprünglichen Volumens diesem Entsorgungsweg zugeführt werden müssen. Allein schon durch diese Verringerung des Anteils, der sonst den Weg in die Verbrennung finden würde, wird ein Hauptanteil der Kosten eingespart.

Positive Einflüsse auf das Nachhaltigkeitsmanagement ergeben sich zusätzlich daraus, dass 90-95% des Abwassers zurückgewonnen und für verschiedene Prozesse innerhalb der Produktion wiederverwendet werden können. Der Aufbau eines effizienten Kreislaufes zum Wasserrecycling spart an vielen Stellen außerdem zusätzlich Energie und damit CO2 ein. Neben der Kostenreduzierung wird die Verdampfungstechnologie von Veolia auch für die Rückgewinnung von Wertstoffen, die im Produktionsprozess verwendet werden, eingesetzt. Damit werden nicht nur die Kosten radikal reduziert und die Umwelt entlastet, es können zudem auch Rohstoffe durch Rückgewinnung und Weiterverarbeitung geschont werden.

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