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4 Schritte für eine sichere
Kühlwasserversorgung von
Rechenzentren

Rechenzentren oder Datacenter sind das Rückgrat unserer modernen, digitalen, auf Telekommunikation angewiesenen Gesellschaft. Die Branche hat in den letzten Jahren ein enormes Wachstum erlebt. Im Vergleich zu 2012 wird heute fast 40% mehr investiert und auch die Zukunft scheint weiterhin von Wachstum gekennzeichnet: Das auf IT spezialisierte Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet mit steigenden Investitionen von jährlich rund 4% bis 2023 in neue und bestehende Rechenzentren.

Frankfurt aus der ferne, blick über den Main auf Frankfurt am Horizont
Frankfurt am Main ist Deutschlands Hotspot bei der Rechenleistung

Der Bedarf für neue Datacenter dürfte auch in Deutschland in den kommenden Jahren weiter hoch sein: 5G Ausbau, Internet of Things, Home Office, Gaming und Streaming, Digitalisierung in der Industrie und bei Behörden … Die Liste an aktuellen digitalen Entwicklungen ist lang und die benötigten Rechenleistungen steigen seit Jahrzehnten unaufhörlich und exponentiell. Entsprechend leistungsfähig müssen moderne Rechenzentren sein und der passende Standort will sorgsam gewählt sein. Mit 510 Megawatt, war 2020 Frankfurt am Main Deutschlands Stadt mit der höchsten Rechenleistung. Nur Londons Leistung lag mit 710 Megawatt in Europa noch höher. Zum Vergleich: ein einzelner ICE 3 produziert im Schnitt lediglich 8 MW Antriebsleistung.

Diese Leistung benötigt auf der einen Seite Energie und produziert auf der anderen Seite viel Wärme. Entsprechend hoch ist der Bedarf an zuverlässigen Kühlsystemen. Dabei spielt die richtige Wasserqualität eine ganz entscheidende Rolle. Denn mit der richtigen Kühlwasserqualität, können Rechenzentren nicht nur Reinigungschemikalien, sondern gleichzeitig Energie und damit sehr viel Geld einsparen.

Am eigenen Standort nachhaltige Lösungen zu entwickeln oder gleich einen ganz neuen Standort zu finden, in jedem Fall sollten Rechenzentren sich Unterstützung beim Thema Wasser suchen. Veolia Water Technologies ist durch seine ganzheitliche Expertise dafür der ideale Partner, denn es gibt einige Punkte zu beachten für eine nachhaltige Wasseraufbereitung des Rechenzentrums. Wir zeigen welche:

Wahl der richtigen Rohwasserquelle

Woher kommt das Wasser zur Kühlung von Rechenzentren? Tatsächlich gibt es viele potentielle Wasserquellen für den Einsatz vor Ort. Eine der einfachsten zu erschließenden ist der lokale Wasserversorger. Aber Stadtwasser ist nicht gleich Stadtwasser. Jede Region in Deutschland und jeder Versorger bieten unterschiedliche Wasserqualitäten an. Die Zusammensetzung sollte daher vor dem Einsatz als Prozesswasser analytisch überprüft werden. Kleinste Verunreinigungen haben Einfluss auf die passenden Produkte und die korrekte Dosierung der einzusetzenden Inhibitoren, Biozide und co. die Sie für das Kühlsystem benötigen.

Nicht jedes Rechenzentrum muss Stadtwasser zur Kühlung einsetzen. So kann auch lokal verfügbares Brunnenwasser eine gute Möglichkeit und eine günstige Alternative darstellen. Allerdings sollten Sie auch diese Wasserqualität unbedingt vorab genau überprüfen lassen.

Wenn das Brunnenwasser aufgrund seiner Zusammensetzung mehrfach chemisch aufbereitet werden muss ehe es eingesetzt werden kann, ist die scheinbar günstige Lösung eine langfristig sehr kostenintensive Variante.

Mit unserem hauseigenen Labor bieten wir exakte Wasseranalysen für unsere Kunden und können damit teure Fehlentscheidungen bereits in einer frühen Phase des Projektes verhindern.

Nachbarn gut im Blick behalten

Wasser ist in Deutschland eine nahezu unbegrenzt nutzbare Ressource. Das ist ein Privileg verglichen mit anderen Regionen in der Welt. Dennoch bedeutet das nicht, dass es für immer so bleibt. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre (2018 gab es 25% weniger Niederschlag als im Durchschnitt!) haben vereinzelt sogar zu Einsparmaßnahmen während Spitzenzeiten geführt. Es lohnt sich daher bei der Standortwahl auch auf seine künftigen Nachbarn zu achten.

Ist wasserintensive Industrie unmittelbar in der Nachbarschaft niedergelassen, die aus derselben Wasserquelle versorgt werden muss? Oder lassen sich möglicherweise sogar Abwasserströme durch Aufbereitung und wiederverwenden und damit vielleicht Wasserkreisläufe schließen? Wir helfen und beraten bei der richtigen Lösung für Ihren Standort und entwickeln mit Ihnen gemeinsam die passende Strategie für eine nachhaltige Wasserversorgung in Ihrem Rechenzentrum.

Sparsam haushalten - auf das Unplanbare vorbereiten

Der Verbrauch von Ressourcen wird auch in Deutschland nicht günstiger werden. Um langfristig barrierefrei wachsen zu können, sollten Sie den aktuellen und künftigen Wasserverbrauch immer Blick behalten. Effiziente Produkte, zuverlässiges Monitoring und die richtige Dosierung, zahlen sich bei der Behandlung von Kühlwasser langfristig aus und sorgen darüber hinaus für dauerhafte Hygiene und Sicherheit.

Offene Kühlsysteme unterliegen in Deutschland der 42. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) sowie der VDI 2047. Damit ist die Behandlung des Kühlwassers zwingend gesetzlich vorgeschrieben. Wir bieten nicht nur die passenden Produkte zur normgerechten Wasserbehandlung, sondern geben mit unseren Schulungen und unserem Feldservice, Betreibern von Kühlsystemen ein Rundum-Sorglos-Paket an die Hand, um ihre Anlagen kosteneffizient zu betreiben.

Und wenn doch mal etwas passieren sollte, verfügen wir über einen leistungsfähigen Fuhrpark für die mobile Wasseraufbereitung - auch im Notfall. Für volle Flexibilität ohne Risiken, bieten wir sogar die komplette Kühlwasserbehandlung auch als Pay-per-use an. Eine sichere und gleichzeitig nachhaltige Kühlwasserhygiene war noch nie so einfach zu realisieren!

Einen starken Partner beim Thema Wasser wählen

Wasser beeinflusst die Verfügbarkeit, Effizienz und Betriebskosten von Rechenzentren. Genau aus diesem Grund sollten Sie sich bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb Ihrer Wasseraufbereitung Unterstützung von Expert:innen holen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg ideal versorgt sind. Sprechen Sie uns an.

  
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