Heizwasseraufbereitung im Fernwärmenetz der EWE

Sicherheit, Digitale Kontrolle und permanent zuverlässigen Wärmeübergang dank moderner Teilstromaufbereitung
Wir haben bisher gute Erfahrungen mit der Kreislaufaufbereitung im Teilstrom gemacht. So war es naheliegend, eine der ersten Anlagen der neuen Produktfamilie in einer Heizzentrale der EWE zu installieren.
TOBIAS BROXTERMANN
VERSORGUNGSINGENIEUR, EWE
Quartiersversorgung mit gewachsenen Systemen stellt hohe Anforderungen an die Wasserqualität

Der Kunde

Die EWE Vertrieb GmbH ist die Tochtergesellschaft der EWE AG, eine der führenden Energie- und Telekommunikationsdienstleister in Deutschland. Dafür plant, baut  und betreibt das Unternehmen Heizzentralen und Heizkraftanlagen.

Seit Jahren setzt die EWE Vertrieb GmbH in zahlreichen Fernwärmenetzen auf die Anlagen aus der BerkeSELECT-Produktfamilie.

 

Die Anforderung

Die Gartenstadt Mühlenhof, im Norden Oldenburgs, entstand vor rund zwanzig Jahren auf dem Areal der ehemaligen Clausewitz-Kaserne. Im Jahr 1994 wurden die Mannschaftsgebäude saniert und zu Wohneinheiten umgebaut, während Rohre für ein Fernwärmenetz verlegt wurden.

Das Nahwärmegebiet wird heute durch ein Blockheizkraftwerk der EWE mit einer thermischen Leistung von 1800 Kilowatt versorgt.

 

Volle Expertise: Tobias Broxtermann links, Veolia Experte Arne Gebken rechts

Die Herausforderung

In dem Fernwärmenetz wurden unterschiedliche Materialien verbaut. Dieser Material-Mix stellt eine besondere Herausforderung an die Wasserqualität, da sich hier unterschiedliche Metalle befinden. 

Um eine normgerechte Qualität sicher zu stellen, ist eine kontinuierliche Aufbereitung unerlässlich. 

Maßgeblich für eine normgerechte Wasserqualität sind neben dem Parameter pH-Wert auch Härte, Leitfähigkeit, sowie der Anteil an gelösten Gasen. Diese Faktoren machen abhängig, ob es in einem System zu Ablagerungen, Ausfällen oder Korrosionen kommt.

Da sich die Wasserqualität durch Nachspeisung, Gaseintrag, Korrosionsvorgänge oder durch den Einsatz von chemischen Zusatzmitteln ständig verändert, empfiehlt sich der Einsatz einer kontinuierlichen Aufbereitung des Kreislaufwassers.

 

Die Lösung

Durch den Einsatz der Aufbereitungsanlage BerkeSELECT im Bypass des Heizkreislauf lassen sich die wichtigsten Parameter wie ph-Wert, Leitfähigkeit und Wasserhärte für den Kreislauf normgerecht einstellen und jederzeit kontrollieren. 

Der regelmäßige Wechsel des Aufbereitungsmaterials erfolgt durch Tauschbeutel. So können alle von der VDI 2035 geforderten relevanten Werte mit dieser Anlage flexibel eingehalten werden. Dabei bleibt die Wasserqualität gleich, da das neue Wasser kontinuierlich in der Anlage aufbereitet wird. 

 

Online Services fördern Qualitätsmanagement

Durch die Fernüberwachung über die Online-Serviceplattform AQUAVISTA können jederzeit alle relevanten Anlagenwerte abgerufen und über Smartphone, Tablet oder Computer ausgewertet werden, was die Überwachung des Heizwassers noch einfacher und sicherer macht.

Die neue Steuereinheit ermöglicht auch einen energie- und damit kostensparenden Ruhemodus. Ist die gewünschte Wasserqualität des Kreislaufwassers erreicht, schaltet sich die Anlage automatisch für eine individuell definierte Zeitspanne in den Ruhemodus. Dabei überprüft das System in regelmäßigen Zyklen die Qualität des Wassers und geht anschließend erneut in den Ruhemodus.

BerkeSELECT IQ+ mit pH-Wert Messung

Wichtige Fakten

 

  • Anwendung: Aufbereitung des Kreislaufwassers von Fernwärmenetzen mit verschieden verbauten Materialien gemäß VDI 2035
  • Unsere Anlage: BerkeSELECT plus zur Enthärtung, Entsalzung und/ oder Filtration oder Alkalisierung mit integrierter Entgasung
Webinar
Eine kurze Einführung zur VDI 2035 und was sich künftig ändern wird

Einfacher Wechsel des Aufbereitungsmaterials dank Tauschbeutel - So lässt sich auch auf veränderte Anforderungen flexibel reagieren. Ideal für wachsende Systeme.