Augmented Reality Hände am Tablett

Augmented Reality in der Wasseraufbereitung

Tablett wird in leeren Raum gehalten, auf Tablett Raum mit Ecksofa

Ob bei der Auswahl für die passenden Möbel daheim, für individuelle Schminktipps am eigenen Gesicht oder als Orientierungshilfe im öffentlichen Raum über GoogleMaps: Längst hat Augmented Reality (AR) unser Privatleben erobert. Seit der COVID-19-Pandemie erleben wir einen verstärkten Einsatz bewährter digitaler Lösungen auch in komplexen industriellen Prozessen, die das Potential gerade durch die Kombination von verschiedenen Kommunikationsformen auf ein ganz neues Level hebt. AR in der Wasseraufbereitung wird zu einer Schlüsseltechnologie im Anlagen-Service, von dem auch die Bereiche Arbeitsschutz und Sicherheit profitiert.

 

Augmented Reality (AR) ist keine neue Erfindung, sondern bereits seit dem letzten Jahrhundert bekannt. Populär Einzug gehalten hat diese Technologie allerdings erst im Zusammenhang mit innovativen mobilen Endgeräten wie Handy, Tablet und Smart Glasses. Wenn wir heute von AR sprechen, dann meinen wir in aller Regel nicht nur die optische Erweiterung der physischen Realität um virtuelle Elemente auf einem Bildschirm im Sinne einer Überlagerung, sondern gleich eine ganze Kombination aus unterschiedlich interagierenden Medien bestehend aus Tönen, Texten, Daten und Bildern.

Die COVID-19-Pandemie hat zu einem regelrechten Zwangseinsatz neuer Technologien und digitaler Kommunikationsformen auf breiter Front geführt. Expert:innen rechnen daher mit einem massiven Anstieg des Einsatzes von Augmented Reality und digitalen Innovationen in nahezu allen Branchen in der nahen Zukunft. Bereits heute nutzen Kunden von Veolia Water Technologies AR über die Online Service Plattform Hubgrade in teilweise sehr komplexen Prozessen ihrer Wasseraufbereitung. Das bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für die Unterstützung aus der Ferne. Ob zu Schulungszwecken, zur Risikoreduzierung auf Baustellen oder bei der Werksabnahme, wie dieses Beispiel zeigt.

In Jordanien und Deutschland gleichzeitig vor Ort

Ein großer Kunde, der während der COVID-19-Pandemie vom Einsatz von AR profitierte, war Nestlé. Der Lebensmittel- und Getränkegigant benötigte eine Werksabnahme (Factory-Acceptance-Test - FAT) aus Deutschland heraus für eine Produktionsanlage die in Jordanien steht. Da der weltweite Reiseverkehr extrem begrenzt war, benötigte man für den FAT eine alternative Lösung.

Das Hubgrade-Team verwendete AR, wodurch der Benutzer die reale Umgebung mit einem digitalen Augmentation-Overlay sehen kann. In diesem Fall konnte somit das deutsche Team dem Kunden in Jordanien und den Teams aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Frankreich das gesamte vormontierte Equipment virtuell präsentieren. Das bedeutet, dass der Kunde, ohne selbst vor Ort zu sein, mit den Expert:innen sprechen, die Geräte auf Herz und Nieren prüfen und unmittelbar Antworten auf die unterschiedlichsten Herausforderungen erhalten konnte.

Die vollständige Inspektion wurde live durchgeführt und der FAT in weniger als zwei Stunden genehmigt - anstelle einer dreitägigen Geschäftsreise. Anschließend wurde die geprüfte Ausrüstung umgehend versandt, um mögliche Verzögerungen bei der Inbetriebnahme und Produktion der Prozesswasseraufbereitungsanlage vor Ort zu vermeiden.

Servertechniker

AR kommt auch zum Einsatz, um eine virtuelle Bibliothek mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Fehlerbehebung der wichtigsten Komponenten der Wasseraufbereitung und Prozessproblemen zu nutzen. Die Möglichkeit, mit Expert:innen in Echtzeit über Datenbrillen, Smartphones, mobilen Geräten und Webbrowser zusammenzuarbeiten, hat bei der Schulung von Mitarbeitenden und Kunden enorm geholfen und ermöglicht virtuelle Besuche für Inspektionen oder die visuelle Überprüfung von Geräten und Netzwerklayouts.

Die Lösung von Fehlern und Problemen über AR-Fernunterstützung erhöht darüber hinaus auch die Sicherheit an den Anlagen auf den Baustellen. Aufgrund der Freisprechfunktion der Datenbrille, können Ingenieure und Techniker vor Ort mit freien Händen arbeiten und brauchen nicht alle Details verbal übermitteln, da die Daten schnell und einfach alle Beteiligten vorliegen. Das macht die Arbeit sicherer und effizienter. Die Notwendigkeit, Techniker aus der ganzen Welt für die Wartung entfernter Standorte einzusetzen, wird ebenfalls reduziert, wodurch Unternehmen erhebliche Einsparungen erzielen können.

Ob FAT, Inbetriebnahme, Fehlerbehebung oder Anlagenschulung, Augmented Reality hat sich während der Corona-Krise und seinen massiven Reiseeinschränkungen auch in der Wasseraufbereitung bewährt. So spielen die Distanzen zwischen den einzelnen Teams die miteinander interagieren müssen keine Rolle mehr. Veolia Water Technologies bietet mit Hubgrade die passende Plattform für einen sicheren und zuverlässiger Anlagenservice. So sind innovative digitale Lösungen durch die perfekte Kombination aus online und offline Service nicht nur möglich, sondern längst im Einsatz.

  
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