Diese 7 Fragen sollten Sie Ihrem Lieferanten stellen

Die Entscheidung, mit einem neuen Lieferanten zusammenzuarbeiten, kann ein riskantes Geschäft sein. Sie müssen eine gute Mischung von Lieferanten auf Ihrer bevorzugten Lieferanten Liste (PSL) aufbauen und dennoch bedarf es regelmäßig einer kleinen Auffrischung. Das hat unterschiedliche Vorteile: Die bestehenden Lieferanten können vielleicht nicht (mehr) in der Lage sein, alle Anforderungen zufriedenstellend zu erfüllen und müssen von der Liste gestrichen werden oder ein neuer Anbieter tritt auf, der wichtige Innovationen anbietet, die andere nicht leisten können. Manchmal ergibt sich plötzlich eine wachsende Marktlücke an Teilen, die ein neuer Lieferant füllen kann. Egal aus welchem Grund Sie einen neuen Lieferanten suchen, es gibt eine Reihe von Fragen die Sie sich oder den Lieferanten direkt fragen sollten, bevor Sie auf eine neue Partnerschaft setzen. Wir haben die 7 wichtigsten davon ausgesucht:

 

1. Was sind Ihre Alleinstellungsmerkmale?

Eine Frage wie aus einem klassischen Bewerbungsgespräch und dennoch: Ihre ausgewählten Lieferanten sollten in der Lage sein ihre Alleinstellungsmerkmale aufzuzählen, ohne stark nachzudenken. Dies kann der Beginn einer Art “Elevator-Pitch” sein - was ist so großartig an ihrem Unternehmen, was machen sie anders als alle anderen und welche Vorteile zieht Ihr Unternehmen aus seiner Position?

Denken Sie daran, dass der Preis nicht alles ist. Andere Faktoren sind bei der Auswahl eines Lieferanten gleichermaßen wichtig - zum Beispiel Zuverlässigkeit und Liefergeschwindigkeit. Wenn Sie günstig einkaufen, aber ständig im Stich gelassen werden, wird die Lieferantensuche in Kürze von vorne beginnen.

 

2. Ist Ihr Unternehmen finanziell abgesichert?

Bevor Sie eine Vereinbarung mit einem neuen Lieferanten treffen, sollten Sie immer sicherstellen, dass dieser über einen ausreichend starken Cashflow verfügt, um das zu liefern, was Sie möchten, wenn Sie es benötigen. Wer will schon gern seine Kunden vertrösten, nur weil der Lieferant nicht liefern kann? Jede Verzögerung der Lieferung kann zu Störungen in Ihrem Geschäft führen und Ihre Kunden letztlich frustrieren. Eine Bonitätsprüfung stellt sicher, dass Ihre Lieferanten nicht aus dem Geschäft kommen, wenn Sie sie am dringendsten benötigen.

 

3. Können wir mit anderen Kunden von Ihnen sprechen?

Keine Selbstverständlichkeit, aber ein Gespräch unter Gleichen gibt häufig mehr Auskunft als eine nichtssagende Referenzliste. Ihre Lieferanten sollten Kunden haben, die bereit sind, für sie zu bürgen. Sie können nach Fallstudien oder Testimonials fragen, die für die von ihnen angebotenen Dienstleistungen oder Produkte werben, oder Sie können sich an die Ansprechpartner auf den Referenzseiten direkt wenden. Es gibt keinen Grund, nein zu sagen, wenn man eine Reihe zufriedener Kunden zur Auswahl hat.

 

4. Sind Sie in der Lage, unsere Nachfrage zu befriedigen?

Eigentlich eine überflüssige Frage möchte man meinen, aber es lohnt sich, die steigende Nachfrage sicher zu stellen. Wenn Sie herausfinden, wann der Lieferant gegründet wurde, wie viele Mitarbeiter er hat und an wen er bereits liefert, können Sie sich einen guten Überblick über die Mengen verschaffen, mit denen er beliefert wird. Sie müssen aber dem Lieferanten eine weitgehend präzise Vorstellung vom potenziellen Umfang Ihrer Bestellungen geben und sie offen fragen, ob sie diese Nachfrage befriedigen können. 

 

5. Können wir gemeinsam profitabel wachsen?

Wenn es eine Ihrer Anforderungen ist, eine langfristige Partnerschaft aufzubauen, stellen Sie diese Frage, um festzustellen, ob Ihr potenzieller Lieferant bereit ist, eine langfristige Beziehung zu Ihnen aufzubauen. Finden Sie heraus, ob sie eine Vision für die Zukunft haben. Dabei spielt Ihr Unternehmen eine wichtige Rolle. Sehen sie diese Zukunft eher als Partnerschaft statt als eine Reihe von Deals, um Geld zu verdienen. Letztendlich ist die Beziehung zwischen Hersteller und Lieferant am besten, wenn eine strategische Partnerschaft geschlossen wird.

 

6. Haben Sie Service Level Agreements?

Service Level Agreements (SLAs) sind Vereinbarungen oder Verträge mit Lieferanten, in denen die von ihnen zu erbringenden Dienstleistungen und der von ihnen zu erbringende Servicegrad festgelegt sind. Ein SLA legt auch Verantwortlichkeiten und Prioritäten fest. SLAs sind vertragliche Verpflichtungen und können in jedem Lieferantenvertrag verwendet werden, in dem eine Dienstleistung erbracht wird. In der Regel sollte Ihr Lieferant eine SLA bereitstellen, die Folgendes umfasst:

  • Die Art der erbrachten Dienstleistung
  • Die Standards, denen sie sich verpflichten
  • Lieferzeiten
  • Die Verantwortung sowohl des Lieferanten als auch des Kunden
  • Bestimmungen zur Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorschriften
  • Service-Überwachungs- und Berichtsmechanismen
  • Zahlungsbedingungen
  • Wie Streitigkeiten beigelegt werden
  • Vertraulichkeits- und Geheimhaltungsbestimmungen
  • Kündigungsbedingungen

Wenn Ihre Lieferanten die in der SLA festgelegten Anforderungen nicht erfüllen, werden in der Regel Richtlinien für die Entschädigung festgelegt, in der Regel in Form von Nachlässen für Servicegebühren. Wenn die SLA nicht die von Ihnen gewünschte Servicequalität garantiert, sollten Sie nach alternativen Lieferanten suchen oder Notfallpläne zur Behebung von möglichen Problemen einbeziehen.

 

7. Wie ist der Preis im Vergleich zu anderen Unternehmen, die die gleiche Lösung verkaufen?

Auch wenn die Auswahl Ihrer Lieferanten nicht ausschließlich auf den Kosten basieren sollte, ist es hilfreich, sie zu fragen, wie sie die Preise ihrer Organisation im Vergleich zu ihren Wettbewerbern einschätzen. Sehen sie sich als Low-End, Mid-Range oder High-End? Wenn Sie sich ein Bild davon machen, wie sie sich positionieren, erhalten Sie nicht nur einen guten Einblick in ihre Preisgestaltung, sondern auch in die Qualität ihres Service und ihrer Produkte. Es ist eine gute Idee, einen Fragebogen zur Selbsteinschätzung zu erstellen, den potenzielle Lieferanten ausfüllen können. Dies kann verwendet werden, um Preis- und Leistungslücken zu identifizieren und herauszufinden, wie der Lieferant seine Abläufe und den Markt, in dem Sie tätig sind, versteht.

Fazit: Halten Sie Ihre bevorzugte Lieferantenliste kurz und bündig, das macht es einfacher sie zu verwalten und wahrscheinlich kostengünstiger. Denken Sie daran, dass das Endziel eine Win-Win-Situation für den Lieferanten und Sie sein muss. Daher ist eine offene und transparente Kommunikation äußerst wichtig. Stellen Sie zu guter Letzt sicher, dass Sie einen Backup-Plan haben - ein Unternehmen, von dem Sie wissen, dass es Ihnen helfen kann, wenn alles andere fehlschlägt. Ob Ersatzteile, Anlagenkomponenten oder ganze Systeme, ein zuverlässiger Lieferant erspart Ihnen Zeit, Geld und Nerven.

 

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