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AQUAVISTA

Für wen sich Schwimmbadwasser 4.0 lohnt

Die Digitalisierung wird auch für Badbetreiber immer spannender. Neben besser auf einander abgestimmten automatischen Prozessen, profitieren Betreiber vor allem durch transparentere Daten und genauere Sensorik in Echtzeit. Außerdem erleichtern digitale Prozesse üblicherweise die aufwendige Instandhaltung durch vorbeugende Maßnahmen und umfangreiche Optimierungsmöglichkeiten. Doch für welche Aufbereitungsanlage eignen sich digitale Erweiterungen besonders?

Mehrschichtfilter oder Ultrafiltration?

Die mit Abstand am weitesten verbreitete Methode zur Aufbereitung von Schwimmbadwasser ist der Ein- oder Mehrschichtfilter. Diese robusten und wartungsarmen Anlagen sind gefüllt mit verschiedenen Schichten aus Kies, Sand oder anderen adsorptiven Stoffen und können ca. 150 Partikel pro Milliliter filtern. Dank der unterschiedlichen Struktur bzw. der Körnung, bleiben Partikel ganz einfach an den Oberflächen des Filtermaterials hängen. Diese Filter werden je nach Bedarf ein bis zweimal pro Woche zurückgespült. Das reicht vollkommen aus für die meisten öffentlichen Schwimmbäder und Bäder mit ähnlichen Ansprüchen. Ob die Filterleistung erschöpft ist, lässt sich anhand des Differenzdrucks meist bereits sehr gut ablesen.

Die Ultrafiltration (UF) dagegen kommt mit einer 200 mal feineren Filtration daher. Dank der dünnen Kunststoffmembranen mit Porengrößen bis zu 0,01 µm, bleiben so gut wie alle Feststoffe, Partikel und sogar Viren und Bakterien an der Filtermembran hängen. Lediglich gelöste Stoffe wie z.B. Salze schaffen es noch hindurch und die sind bekanntlich alles andere als schlecht für die Badegäste. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von ca. 50 µm – dies ist der 5000- fache Durchmesser der üblichen UF-Membranpore. Idealer Einsatzort für diese Anlagen sind Krankenhäuser, Sanatorien oder Kliniken. In solchen Therapiebecken geraten meist alte oder geschwächte Menschen mit dem Wasser in Kontakt und benötigen daher besonders reines Wasser. Die UF-Anlagen sind oftmals mit sehr viel Sensorik ausgestattet. Dabei werden folgende Parameter regelmäßig überwacht: pH-Wert, Chlorgehalt, Leitfähigkeit/TDS (Salzgehalt) und natürlich die Wassertemperatur.

Was bedeutet Schwimmbadwasser 4.0?

Anlagen zur Aufbereitung von Schwimmbadwasser sind in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden. Ihr Betrieb wird heute permanent überwacht, alle Parameter kontrolliert und dokumentiert. Verschiedene Hersteller bieten hierzu unterschiedliche zusätzliche Services an. War früher meist ein Mitarbeiter für die zeitaufwendigen Aufgaben und die Dokumentation abgestellt, übernehmen heute online-Tools, wie beispielsweise unser AQUAVISTA, diesen Part. Die Software sammelt automatisch alle anlagenrelevanten Informationen und stellt sie über ein Dashboard per Webportal bereit. 

Die eigenen Mitarbeiter, aber auch externe Schwimmbadexperten können so aus der Ferne sämtliche aktuellen und historischen Daten von allen Geräten aus jederzeit in Echtzeit abrufen. Damit können kritische Entwicklungen rechtzeitig erkannt und Schäden oder Ausfälle bereits im Voraus vermieden werden. Der Remote-Service schafft vollständige Transparenz in Bezug auf die Verwaltung und Dokumentation dieser anlagenrelevanten Daten. Denn nicht alle Daten die heute an einer Wasseraufbereitungsanlage abgegriffen werden können, sind auch unbedingt relevant für die Qualität des Badewassers. Hier sollte man sich auf die wirklich wichtigen Daten konzentrieren.

Mit nur wenigen Klicks benötigen Anlagenbetreiber heute Zugriff auf Serviceberichte, Rechnungen oder andere Dokumente. Gleichzeitig lassen sich mithilfe von Dashboards auch individuelle Wartungstermine planen. Für manche Betreiber ist zudem wichtig, dass sich die Daten mehrerer Standorte bündeln und zentral verwalten lassen. Dadurch sinkt der Administrationsaufwand erheblich. 

Weiterer Vorteil von Schwimmbadwasser 4.0: Durch die Erfassung, Speicherung und Analyse der Prozessdaten erkennen Softwares selbstständig Trends im Anlagenverhalten und nutzen intelligente Algorithmen zur Optimierung. Und umgekehrt kann bei einer Verschlechterung der Leistung oder einem drohenden Anlagenausfall rechtzeitig gewarnt werden.

Hilfreiche Zusatzservices

Viele Anlagenhersteller bieten ergänzend zu den digitalen Services noch umfassenden Beratungsservice an. Dazu gehört z. B. ein Serviceingenieur, der mittels Screen-Sharing per Telefon, Chat oder Videotelefonie die Badbetreiber kompetent unterstützt. So lassen sich viele vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen einfach an den Hersteller outsourcen. Die Ultrafiltrationsanlagen von Veolia Water Technologies sind bereits standardmäßig mit entsprechender Software ausgestattet. Anlagenbetreiber können so jederzeit auf die digitalen Services umsteigen. Doch Achtung: Bei diesem Schritt sollte man das Thema Sicherheit nicht aus dem Blick verlieren. Gerade wegen der Vielzahl gespeicherter Informationen sind jene Remote-Service-Lösungen zu bevorzugen, die hohe Standards in der Datensicherheit befolgen. Wir arbeiten daher stets mit Best-in-Class-Produkten.

Fazit: Grundsätzlich kommen digitale Service-Lösungen für Betreiber in Frage, die den Zeitaufwand für Dokumentation und Wartung beim Personal reduzieren wollen oder verschiedene Anlagen parallel zu betreuen haben. Der Ausfall des Badebetriebs durch Wartungsmängel ist gerade für Betreiber von größeren Becken dank der neuen Technologien größtenteils vermeidbar. Grundsätzlich eignen sich die Services überall dort besonders, wo die Wasserqualität jederzeit gewährleistet sein muss wie beispielsweise in Therapiebecken. In jedem Fall gilt: Auf die Qualität und Sicherheit des Badewassers kommt es an!

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