Westbad Dortmund: Membrantechnologie in der Schwimmbadtechnik

Im Westbad Dortmund spart die Sanierung der Wasseraufbereitung jährlich 70% der Wasser- und Abwasserkosten. 

Kunde

Westbad Dortmund - Wasseraufbereitung von Veolia

Westbad Dortmund

  • Baujahr: 1983 
  • Ausstattung: Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken, Planschbecken
  • Anzahl Filter: 4
  • Umwälzpumpen: 8 
  • Wasserbedarf Filterrückspülung pro Woche: 190 m3

Anforderung

Die Aufbereitung des Schwimm- und Badebeckenwassers erfolgte in der Verfahrenskombination Flockung, Filtration und Chlorung. Zur Rückspülung der Filteranlagen wurde zuvor hauptsächlich Beckenwasser verwendet, das über entsprechende Einbauten im Beckenboden direkt abgesaugt wurde. Als Folge sank der Wasserspiegel in dem jeweiligen Becken. Das nachgespeiste Frischwasser verursachte Wassergebühren sowie, um das Wasser auf Beckenwassertemperatur zu bringen, Energiekosten im fünfstelligen Bereich. Das Spülabwasser, circa 10.000 m3 jährlich, hingegen wurde direkt der öffentlichen Kanalisation zugeführt und zog damit Abwassergebühren nach sich. 

Durch die Sanierung der Betriebswasseraufbereitungsanlagen sollten jährlich 70 % der Wasser- und Abwasserkosten eingespart werden:

  • Aufbereitung der Filterrückspülwässer
  • energetische Optimierung der Umwälzpumpen
  • Umstellung auf Solebetrieb 

Lösung

Uflex Ultrafiltration im Westbad Dortmund
Uflex Ultrafiltration

Das anfallende Spülabwasser wird in folgenden Schritten aufbereitet:

  • Vorfilter 
  • Uflex Ultrafiltrationsanlage 
  • Aktivkohlefilter 
  • UV-Anlage 
  • Umkehrosmose 

Die Anlage wurde für einen Durchfluss von etwa 2 m3/h ausgelegt, bei einer Permeatleistung von etwa 1,6 m3/h. 

Das über einen Vorfilter gereinigte Wasser wird über die Uflex Ultrafiltration geführt, die dank ihrer Membranporenweite von ca. 0,01 µm bis 0,05 µm eine vollständige Entfernung der im Wasser enthaltenen Schmutzstoffen, Bakterien, Parasiten und Viren bewirkt. Das bedeutet, dass nach der Membrane ein quasi keimfreies Wasser vorliegt. Darüber hinaus wird durch dieses Verfahren eine Verringerung der Trübung von 99 % erreicht und somit ein brilliant klares Wasser erzeugt. Zur Entfernung der sich auf den Membranen bildenden Deckschichten werden die Membranmodule in kurzen Abständen und vollautomatisch mit einem Teil des Filtrats gespült. Nur bei einem kleinen Anteil der Spülungen ist der Einsatz von Chemikalien notwendig. 

Das Filtrat wird gesammelt und anschließend über den Aktivkohlefilter und die UV-Anlage geführt. Diese Kombination vernichtet das vorhandene Restchlor, reduziert den Gehalt an THM, AOX und DOC und schützt damit auch die nachgeschaltete Umkehrosmosemembran. 

Das aufbereitete Wasser erfüllt die Qualitätsanforderungen der DIN 19645. Es wird dem Spülwasserbecken zurückgeführt und zu weiteren Rückspülungen der Filter verwendet.

Vorteile

Fernsteuerung in der Spülwasseraufbereitung - Veolia

Deutliche Einsparungen 

"Es kann davon ausgegangen werden, dass 70 % dem Kreislauf wieder zugeführt und 30 % zur Reinigung der Gesamtanlage verbraucht werden. Zu den eingesparten Wasser- und Abwasserkosten kommen die Kosten für Chemikalien, Wasseraufbereitung und Wassererwärmung, die bei dem früheren System angefallen sind, die nun ebenfalls entfallen“, erläutert Ralf Bösebeck, Projektleiter des Ingenieurbüros PSF-Bochum. 

Kompakte und flexible Technologie

Darüber hinaus liegen die Vorteile dieser Anlage, die in nur drei Monaten aufgebaut wurde, in der modularen Bauweise. Damit kann die Anlage auch nachträglich den Erfordernissen angepasst und wegen des geringen Platzbedarfs bei gleichzeitigem Betrieb der alten Anlage installiert werden. 

Umfassender Service dank Fernüberwachung

Die Funktion und Parameter der Spülwasseraufbereitung können problemlos online überwacht und gesteuert werden.

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