Reha-Centrum Papenburg: Keimfreies Badewasser

Das Reha-Centrum in Papenburg möchte für sein neues Bewegungsbad den höchsten Hygieneansprüchen entsprechen. Berkefeld lieferte Scheibenfilter, Ultrafiltration, Desinfektion und Dosierung.

Kunde

Bewegungsbad Reha-Centrum Papenburg

Das in diesem Jahr neu gebaute Reha-Centrum in Papenburg ist ein fachübergreifendes Rehabilitations- und Gesundheitszentrum, das sämtliche Leistungen der ambulanten Rehabilitation, Trainingstherapie, Physiotherapie und gesundheitliche Vorbeugung unter einem Dach vereint. Eine wichtige Rolle in diesem Konzept spielt das Bewegungsbad.

Anforderungen

Die Anforderungen an die Wasseraufbereitung sind, wie bei medizinischen Bewegungsbädern üblich, hoch angesetzt. Die Auswahl der jeweils optimalen Technologie, um zuverlässige Keimfreiheit zu erreichen und gleichzeitig die Kosten für Energie Betrieb und Investition im Rahmen zu halten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Lösung

Hygiene, Betriebskosten und der geringere Platzbedarf waren letztendlich ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten der Ultrafiltration. Die Filterporen der UF-Membranmodule sind nur circa 0,01 µm groß, sodass weder Bakterien noch Viren die Membrane passieren können. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von circa 50 µm, das ist der 5.000-fache Durchmesser einer UF-Filterpore. Die Anlage wird wartungsarm betrieben, so fällt beispielsweise der Austausch von Filtermaterial weg.

Schwimmbadwasser-Vorbehandlung mit Berkal-Scheibenfilter, Veolia Berkefeld
Die Vorbehandlung des Schwimmbeckenwassers mit Fasernfänger, Berkal-Scheibenfilter und Pulveraktivkohledosierung

Vorfiltration:

Das Beckenwasser gelangt zuerst durch einen Haar- und Fasernfänger in einen Berkal-Disk-Filter. Dieser Hochleistungsfilter mit zwei Modulen entfernt Schwebstoffe aus dem Beckenwasser, um die Membran der Ultrafiltration zu schützen. Verschmutztes Wasser gelangt so durch den Einlauf in das Filterelement und fließt durch die gepressten Filterscheiben hindruch. Wasserstrahl und Drehung der Filterelemente bewirken dann die Ausspülung der Partikel. Beide Module werden automatisch alternierend gespült, sodass ein kontinuierlicher Filtratstrom gewährleistet ist.

Schwimmbadwasser-Aufbereitung mit Uflex Ultrafiltration, Veolia Berkefeld
Die zweite Behandlungsstufe mit Uflex Ultrafiltration, Spülwasserbehälter und Desinfektion

Wasserreinigung:

Die Reinigung erfolgt mit der Uflex-Ultrafiltrationsanlage. Jedes der vier mit Hohlkörpermembranen ausgestatteten Module reinigt acht Kubikmeter Wasser pro Stunde, sodass insgesamt 32 Kubikmeter keimfreies Wasser pro Stunde aufbereitet werden. Zur Entfernung der Deckschichten werden die Module alle zweieinhalb Stunden gespült.

Schwimmbadwasser Desinfektion mit Enthärtung, Veolia Berkefeld
Desinfektion mit Enthärtung, Chlorelektrolyseanlage und Dosierung

Desinfektion:

Vorgeschaltet ist eine Enthärtungsanlage Berkoion ZA-2-15, damit sichergestellt ist, dass das Rohrzellenmodul nicht mit den Härtebildnern Calcium und Magnesium verblockt. Das Natriumhypochlorit wird durch eine Dosierpumpe dem Reinwasser zugeführt. Eine zweite Dosierpumpe dient der Desinfektion der UF-Membranen bei der Rückspülung. Die kontinuierliche Überwachung des Badewassers erfolgt durch eine Mess- und Regelanlage CPRT-Control-5500 von Berkefeld. Sie überwacht und kontrolliert den Chlor- und pH-Wert, sowie Redox-Spannung und Temperatur.

Vorteile

Die Ultrafiltration als technische Lösung senkt die Investitionskosten um mehr als 40 Prozent und erfüllt die höchsten Hygieneanforderungen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren in einem Therapiebad dieser Größe, muss wegen der Aufbereitungsgüte nur rund 50 Prozent der nach DIN 19643 errechneten Wassermenge behandelt werden. Darüber hinaus wird eine Verringerung der Wassertrübung um bis zu 99 Prozent erreicht und absolut klares Wasser erzeugt.

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