Germanisches Nationalmuseum: Biozidfreie Raumluftdesinfektion

Bei der Desinfektion der raumlufttechnischen Systeme setzt das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg auf die biozidfreie BerkeLYT-Technologie zum Schutz von Besuchern, Mitarbeitern und Exponaten.

Kunde

Germanische Nationalmuseum in Nürnberg

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist das größte kulturhistorische Museum des deutschen Sprachraums. Es setzt durch seine wissenschaftliche Kompetenz museumsweite Standards und gilt auf Grund seines hohen wissenschaftlichen Ansehens als vertrauenswürdige Referenz in der Museumslandschaft.

Anforderungen

Umlaufsprühbefeuchter: Innenansicht mit Sprühdüse
Umlaufsprühbefeuchter: Innenansicht mit Sprühdüse

Museale Kunstwerke sind vor Angriffen durch Oxidationsmittel - und auch vor Mikrobiologie wie Keimen und Schimmelpilzen - zu schützen. Ebenso hohe Priorität hat der Gesundheitsschutz für Besucher und Mitarbeiter. Der Luftwäsche und Luftbefeuchtung kommt beim Schutz von Exponaten und Besuchern eine Schlüsselrolle zu. Gesucht wurde eine effiziente und wartungsarme Möglichkeit zum hygienischen Betrieb der Umlaufsprühbefeuchter.

Werden die bei einer konventionellen, chemischen Desinfektion abgetöteten Bakterien nicht schnell genug aus den Anlagen entfernt, entstehen über Zersetzungsprozesse verstärkt schädliche Endotoxine. In raumlufttechnischen Systemen können diese über mitgerissene Wassertröpfchen in die Zuluft der Räume gelangen und dort - zusammen mit den Rückständen der Chemikalien - eingeatmet werden. Die dadurch hervorgerufenen Beschwerden sind unter der Bezeichnung „Sick-Building-Syndrom" bekannt.

Lösung

Das BerkeLYT GREEN-Modul entfernt Biofilme.
Das BerkeLYT GREEN-Modul entfernt Biofilme.

In die Wanne des Umlaufsprühbefeuchters wurde ein BerkeLYT GREEN-Katalysatormodul eingesetzt. Die lichtinduzierte Katalyse durch das BerkeLYT GREEN-Verfahren ermöglicht es, Biofilme abzulösen, deren Neubildung zu unterbinden und somit den Reinigungsaufwand zu reduzieren. Frei im Wasser befindliche Keime und Schimmelpilze werden oxidiert und dabei in sogenannte „Biotenside" umgewandelt. Die Biotenside lösen den arteigenen Biofilm im gesamten Umlaufsprühbefeuchter ab.

Vorteile

Keine Anlagerungen in der Sprühdüse.
Keine Anlagerungen in der Sprühdüse.

Es können bei diesem Verfahren keine unerwünschten Neben- oder Folgeprodukte wie gesundheitsschädigende Endotoxine entstehen. Die unbedenklichen Biotenside verteilen sich im gesamten Wasserkreislauf und entfernen Biofilme selbst in großer Entfernung zum Katalysator. Die abgelösten Biofilmfragmente sind unschädlich. Sie verbleiben im Befeuchterkreislauf und können problemlos abgeschlämmt werden. Da der Biofilm als wesentliche Ursache für mikrobiologische Vermehrung entfernt wird, hält die desinfizierende Wirkung lange an. Darüberhinaus werden Werkstoffoberflächen vor mikrobiell induzierter Korrosion geschützt. Scaling oder Fouling sind nicht mehr feststellbar. Außerdem wurde der Reinigungsaufwand erheblichvermindert. Insgesamt konnten die Betriebskosten für die Luftbefeuchtung um rund 92 % reduziert werden.

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