Einkaufszentrum Boulevard Berlin: Effiziente Kühlwasser-Aufbereitung

Eine Umkehrosmoseanlage mit Härtestabilisierung schützt den Kühlkreislauf vor Ablagerungen, Korrosion und Verkeimung und minimieren die zugleich den Wasserverbrauch und die Betriebskosten.

Kunde

Einkaufszentrum Boulevard Berlin, Wasseraufbereitung für Kühlkreisläufe

Das Einkaufszentrum "Boulevard Berlin", das Karstadt Warenhaus an der Steglitzer Schloßstraße ist mit seinen rund 22.000 m² Verkaufsfläche eines der größten Innenstadtcenter Deutschlands.

Anforderung

Kühlwasser-Aufbereitung für Einkaufszentrum Boulevard Berlin - Veolia Berkefeld
Schema Kühlkreislauf

Das Einkaufszentrum setzt auf angenehme Klimatisierung und Kühlung durch einen Kühlwasserkreislauf mit zwei Kühltürmen. Zur Kühlwasseraufbereitung war ein intelligenter Ansatz gefragt, der Wasserverbrauch, sowie Betriebskosten, insbesondere für Energie und Dosierchemikalien, minimiert. Gefragt waren ein Konzept und eine Anlagentechnik zur effizienten Behandlung des Kühlwassers zum Schutz vor Ablagerungen, Korrosion und biologischem Wachstum.

Lösung

Umkehrosmose-Anlage Sirion mega von Veolia Berkefeld
Umkehrosmose-Anlage Sirion mega

Die Entscheidung fiel auf eine Anlage mit einer Umkehrosmose als Kernverfahren. Härte muss zuerst aus dem Wasser genommen oder stabilisiert werden. Es erfolgt eine Härtestabilisierung des Wassers, das eine hohe durchschnittliche Härte von 22 Grad dH aufweist. Durch eine Dosierstation mit einer Dosierpumpe wird deshalb das Antiskalant "Hydrex 4401" gut durchgemischt hinzugegeben. Damit wird zusätzlich Chlor gebunden, um eventuellen Schädigungen der Membranen in der Umkehrosmose vorzubeugen.
Kernstück ist eine Umkehrosmose des Typs Sirion mega. Das vollautomatische System ist ausgestattet mit Modulen, die aus gewickelten, semiperablen Druckmembranen bestehen. Mit diesem Verfahren werden Moleküle von ca. 0,001 μm Größe aus dem Wasser entfernt. Die Anlagenüberwachung erfolgt vollautomatisch. Den 5,2 m³/h vollentsaltztem Wasser aus der Umkehrosmose werden 1,5m³/h unbehandeltes Wasser zugemischt, sodass insgesamt 6,7m³/h aufbereitetes Wasser zur Nachspeisung des Kühlkreislaufs zur Verfügung stehen.

Vorteile

Die permanente Leitfähigkeitsmessung überwacht die Aufkonzentrierung des Wassers. Steigt der Salzgehalt über eine definierte Grenze, so wird der Kühlturm automatisch abgeflutet und per Schwimmerschaltung die Nachspeisung der erforderlichen Menge Frischwasser veranlasst. Da es im Milieu offener Kühltürme zu Bakterien- und Algenbildung kommen kann, wurde abschließend die Dosierung eines Biozids integriert. Im Rahmen einer wöchentlichen Stoßdosierung gegen eventuell entwickelte Mikroorganismen wird der Wirkstoff "Hydrex 7310" eingesetzt. Aufgrund der detailiierten Gegenüberstellung von Investitions- und Betriebskosten, sowie Wartungsaufwand überzeugte dieses Konzept einer kostengünstigeren "Antiskalant"-Dosierung zur Vorbehandlung vor der Umkehrosmose.

Teilen