Mit Erasmus+ ins Ausland

Als Azubis von Celle nach England

Alina und Franziska, Veolia Water Technologies Deutschland
Torquay im Südwesten Englands

Alina und Franziska machen ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei uns. Dabei durchlaufen sie viele unterschiedliche Abteilungen und werden im nächsten Jahr ihren Abschluss machen. Ein Auslandsaufenthalt ist kein notwendiger Bestandteil der Ausbildung, aber die jungen Frauen haben ihren Mut zusammen genommen und sich entschlossen, einen Teil ihrer Zeit in England zu verbringen. Mit Erasmus+, dem Austauschprogramm für Auszubildende, ist das ganz einfach möglich. Im Rahmen des Programmes leben sie bei Gasteltern im Südwesten Englands in der Stadt Torquay. Hier arbeiten sie in Kaffees und bessern ihr Englisch auf. Die Freizeit verbringen sie an der wunderbaren „englischen Riviera“ und erleben Interessantes sowie Skurriles und lernen dabei viele neue Leute kennen. Was sie auf ihrer Reise alles erleben, teilen sie mit uns in diesem Blog. Mehr Infos zu unseren Ausbildungsmöglichkeiten findest du hier.

Erasmus +

Fast wie im Auenland: Wandern nach Hope's Nose

Internationale Berufserfahrungen werden immer häufiger Teil des beruflichen Anforderungsprofils für junge Menschen. Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, internationale Berufskompetenzen zu erwerben. Hier gehts zum Programm Erasmus+

Ankommen

Blog 1

Alina und Franzi auf dem Weg nach England
Abflug nach England

„Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Nach langem Warten und Vorbereiten ging die Reise nach England nun endlich los. Die gemischten Gefühle allerdings auch. Ich persönlich war zwar schon einmal im Rahmen einer Klassenfahrt in England, aber im Ausland arbeiten ist dann schon eine andere Hausnummer. Viele Fragen gingen uns deshalb durch den Kopf: Werden die Leute nett sein? Wird unser Arbeitsplatz gut sein? Wird unsere Gastfamilie freundlich sein? Wird uns das Essen schmecken? Viele Fragen, auf die wir aber schon bald eine Antwort bekommen sollten. 

Nachdem wir im sonnigen London-Heathrow gelandet sind, stand die 5-stündige Reise nach Torquay an. Die Stadt mit ca. 65.000 Einwohnern findet man an der Südküste Englands, in der Grafschaft Devon an der „Englischen Riviera“ gelegen. Von London ist das also schon ein ganzes Stück entfernt. 

Mit zwei 9-Sitzern wurden wir vom Flughafen abgeholt. Unsere Gruppe aus vielen jungen Leuten hatte einiges an Gepäck dabei. Nachdem die Koffer eingeladen wurden, ist mir direkt der erste klassische Fehler unterlaufen: Da Franzi und ich unbedingt vorne sitzen wollten, habe ich ganz selbstverständlich die rechte Tür geöffnet und wollte einsteigen. Hätten die anderen nicht angefangen zu lachen, wäre mir wohl auch erst im Auto aufgefallen, dass das nicht die richtige Tür war und ich plötzlich hinter dem Steuer sitze. Auch der englische Fahrer konnte sich ein Lachen nicht verkneifen und fragte mich gleich amüsiert „so you'll be driving?“. Natürlich wollte ich das so früh doch noch nicht. Auf der linken Seite zu fahren mag man vielleicht aus dem Fernsehen kennen. Die ersten hundert Kilometer sind wir jedenfalls alle ein wenig zusammengezuckt, wenn der Fahrer links in den Kreisverkehr – für uns also gefühlt in den Gegenverkehr – gefahren ist. Aber daran gewöhnt man sich überraschend schnell. 

Auf der Fahrt konnten wir schon einmal die schönen Landschaften Englands bestaunen. Kaum aus London heraus war ich überrascht wie schön es hier ist. Man hat ja häufig stereotype Bilder im Kopf. Ein Vorurteil lässt sich jedenfalls absolut bestätigen: Tatsächlich gab es kaum ein Feld ohne Schafe. Außerdem kamen wir am berühmten Bauwerk „Stonehenge“ vorbei, worüber uns der Fahrer gleich ein bisschen erzählte. Irgendwie waren wir also mitten im Nirgendwo unterwegs. Auf halber Strecke war es dann aber tatsächlich soweit: Ein Stück Heimat begegnete uns. Wir fuhren gerade die A303 an Yeovil vorbei, als wir in einem winzigen Dorf ein Auto mit einem uns sehr bekannten Logo entdeckten. Tatsächlich waren wir noch keine 3 Stunden in England, als wir an einem Auto mit dem großen roten Veolia Logo und einem Banner mit der Aufschrift „WATER“ vorbeifuhren. Das Auto ähnelte den Bussen unserer Servicetechniker in Deutschland. Dass ein Logo das erste vertraute aus unserer Heimat sein würde, hätte ich jedenfalls nie gedacht.

In Torquay angekommen brachte uns der Fahrer zu unserer Gastfamilie. Auf den ersten Blick sah Torquay schon sehr schön aus. Zu unserer Überraschung war es auch ziemlich hügelig. Unsere Gastfamilie hat uns herzlich empfangen und war von Anfang an super freundlich, weshalb wir direkt extrem erleichtert waren. Nach ein paar kurzen Gesprächen mit unserer Gastmutter sind wir letztlich frisch geduscht und äußerst müde ins Bett gefallen.

Erasmus plus und minus

Blog 2

Von der Planung bis zur Ankunft in Torquay ging alles ganz schnell
Willkommen in Torquay

" Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare!"

(Volksweisheit)

Da waren wir also in England. In fremden Betten bei einer Gastfamilie, bereit für die ersten Arbeitstage. Irgendwie war es ein krasses Gefühl, wie schnell die Wartezeit rumging. Wir konnten uns noch so gut daran erinnern, wie wir uns dachten: "Naja, das ist ja noch ein Jahr hin", als uns in der Berufsschule das erste Mal von dem Programm berichtet wurde…

Im ersten Moment wirkte damals alles noch ein wenig kompliziert. Erasmus+ ermöglicht es den Teilnehmenden, internationale Berufserfahrungen zu erwerben. Das wird immer wichtiger als Teil des beruflichen Anforderungsprofils. Leider sind Auslandsaufenthalte nicht unbedingt kostengünstig, weshalb sich viele junge Menschen nicht dafür entscheiden. Um die Auslandsaufenthalte dennoch zu ermöglichen, werden bei Erasmus+ EU-Zuschüsse für z.B. Reisekosten und Aufenthaltskosten ausgezahlt. Somit blieb nur ein kleiner Eigenanteil über, der bei uns von Veolia Water Technologies übernommen wurde. 

Nachdem wir die verbindliche Teilnahmebescheinigung für Torquay abgegeben hatten, ging auch schon bald das Bewerbungsverfahren los. Bewerbungsverfahren ist an dieser Stelle etwas verwirrend. Wir mussten uns nicht wirklich bewerben. Unsere Teilnahme war eigentlich sicher, trotzdem mussten einige Dokumente ausgefüllt werden. In Deutschland hat unsere Berufsschule mit der Firma KulturLife GmbH zusammengearbeitet, die unseren Aufenthalt in England geplant hat. Für unsere Teilnahme mussten wir ein Bewerbungsformular ausfüllen und einen englischen Lebenslauf sowie einen Motivation Letter verfassen. Das war zwar erst etwas lästig und aufwendig, letztlich aber ziemlich einfach, da wir für alles Vorlagen erhalten haben und bei Fragen auch immer unsere Lehrer in der Berufsschule BBS1 oder die Agentur direkt fragen konnten. Auf dem Bewerbungsformular konnten wir auch schon Wünsche zu Zimmerpartnern oder zum Arbeitsplatz vor Ort angeben. Wichtig war natürlich auch eine Reiserücktrittsversicherung. Die haben wir auch ganz einfach über die Agentur abgeschlossen. Unsere eingereichten Unterlagen wurden dann von KulturLife an die Organisation vor Ort, „The Training Partnership Ltd.“, weitergereicht. Die An- und Abreise wurde außerdem auch gleich von KulturLife organisiert. So erhielten wir ca. 2 Monate vor Abflug unsere Flugdaten. 

Damit war soweit alles vor Ort organisiert und der Aufwand bis dahin war absolut überschaubar. Klar hätten wir auch vieles individueller planen können, dann steckt deutlich mehr Arbeit drin. Aber so waren wir auf der sicheren Seite. Zumindest, wenn uns der Brexit keinen Strich durch die Rechnung machen würde. Zwar wurde uns von Anfang an versichert, dass es auch trotz des Brexit EU-Zuschüsse geben würde und wir unsere Reise wie geplant durchführen könnten, jedoch hätte uns ein ungeregelter Brexit die Einreise wohl extrem erschwert. Dann hätten wir nämlich einen Reisepass sowie eine Arbeitserlaubnis benötigt, was in so kurzer Zeit gar nicht zu besorgen gewesen wäre.

Zu unserem Glück wurde der Brexit dann letztlich doch noch aufgeschoben, sodass wir unsere Reise problemlos antreten konnten.

Kurzbewertung: ein paar Papiere, etwas Zeit zum Ausfüllen investieren, mit einer Agentur ist man auf der sicheren Seite, geht aber auch ohne, fertig!

Rund Um Schutz vom Anbieter

Blog 3

Typisch englisches Wetter

Bevor wir beim nächsten Mal etwas mehr von unseren Erlebnissen erzählen, diesmal ein kleines Loblied auf unsere Partnerorganisation vor Ort. Gerade wenn ihr das erste Mal eigenständig von zu hause weg seid, dann ist so eine Organisation eine riesige Hilfe. 

Vor Ort war The Training Partnership Ltd. (TTPL) unser Hauptansprechpartner. TTPL hat unsere Bewerbungsunterlagen gesichtet und die Arbeitsplätze und Gastfamilien für uns organisiert. Ungefähr 2 Wochen vor unserer Anreise haben wir schließlich eine E-Mail mit den Platzierungsdaten erhalten. Auf dem Dokument waren Name und Anschrift unserer Gastfamilie und unseres Arbeitsplatzes vermerkt. So konnten wir uns schon einmal vorab informieren, wo wir wohnen werden, wie weit das von unseren Arbeitsplätzen entfernt ist und wie weit es bis zum Zentrum von Torquay war. Außerdem konnten dann auch so langsam unsere Eltern ruhiger schlafen, da wir nun alle wichtigen Informationen hatten.

Von unserer Gastfamilie bis zum Zentrum waren es nur 20 min mit dem Bus, was schon mal ziemlich gut war. Natürlich haben wir auch vorab unsere Cafés auf sämtlichen Sozialen Medien gesucht. Das Café ODE, in dem ich gearbeitet habe, war zwar in Shaldon, also etwas entfernter von Torquay, aber war trotzdem an einem sehr schönen Aussichtspunkt gelegen. Alina hat direkt in einem kleinen Café in Torquay gearbeitet.

Schon bei der Ankunft am Flughafen in England haben wir ein Welcome Pack von TTPL erhalten. Darin waren alle wichtigen Informationen für unseren Aufenthalt, unser Busticket und Wegbeschreibungen von unserer Gastfamilie zu unseren Arbeitsplätzen enthalten. Zwar macht man inzwischen eigentlich alles eher am Handy, trotzdem war es irgendwie sehr aufmerksam, dass für jeden die Routen herausgesucht und ausgedruckt wurden. Am ersten Tag haben wir noch nicht gearbeitet und bekamen erstmal von Mitarbeitern von TTPL einen Einführungsvortrag, der uns auf die kommenden drei Wochen vorbereiten sollte. Am nächsten Tag stand dann aber schon der erste Arbeitstag an, an dem wir persönlich von TTPL-Mitarbeitern abgeholt, zu unserem Arbeitsplatz gebracht und vorgestellt wurden. Das war schon ein riesen Service und eine große Erleichterung. 

Dienstags und Donnerstags wurden immer Aktionen von TTPL geplant. An Dienstagabenden gab es immer ein Meeting - typisch britisch - in einer Bar, zu dem alle TTPL-Students eingeladen waren. Dabei haben wir auch andere Deutsche, Spanier und Portugiesen kennengelernt. Donnerstags waren Ausflüge geplant. Organisiert wurden zum Beispiel am Donnerstag vor Ostern ein „Easter Egg Hunting“. Die anderen beiden Donnerstage waren wir in Brixham, einer weiteren Hafenstadt, und in Kents Cavern, einer Tropfsteinhöhle. Dazu berichten wir dann demnächst ausführlicher.

Insgesamt war der ganze Aufenthalt von TTPL wirklich sehr gut organisiert. Als andere Students beispielsweise Probleme mit dem Arbeitsplatz hatten, hat sich TTPL sofort gekümmert und bereits am nächsten Tag hatten sie einen neuen Arbeitsplatz.

Fazit: Full Service hat wirklich Vorteile für junge Leute, die vielleicht noch nicht so viel Erfahrung haben. Außerdem hilft es beim Netzwerken mit anderen, da solche Organisationen in der Regel sehr viele junge Menschen vor Ort parallel betreuen. Wer natürlich lieber auf eigenen Beinen steht, der fühlt sich hier und da vielleicht auch mal überbetreut.

Coffee to go vs. Büro to sit – vom Service in den Service

Blog 4

Mal was neues lernen

In Deutschland bin ich derzeit im Service eingesetzt. Um genauer zu sein, im Wartungsvertragsamanagement. Auch Franzi war schon in dieser und anderen Serviceabteilungen eingesetzt. Die grundlegenden Dinge heißen dort: Zuverlässigkeit, Höflichkeit und Qualität. Das sind wichtige Stichworte bei jeder Arbeit, aber ganz besonders wenn es um Service geht. Doch in England konnten wir nochmal einen ganz neuen Level von Service kennen lernen.

Wie wir schon in den vorherigen Blogeinträgen berichteten, haben Franzi und ich jeweils in einem Café gearbeitet. Was das mit unserer Ausbildung zu Industriekauffrauen zu tun hat? Auf den ersten Blick erstmal recht wenig. Da es sich bei unserem Aufenthalt um eine Sprachreise handelte, haben wir uns auch bewusst für Cafés entschieden. Ganz einfach aus dem Grund, dass wir uns sicher sein konnten, dass wir wirklich Englisch sprechen müssen. Und genau so war es auch!

Sich an den Café-Alltag zu gewöhnen, war eigentlich gar nicht so schwierig. Zwar war das ganze Stehen und Englisch sprechen erstmal anstrengend, aber daran hatte man sich schnell gewöhnt. Vor allem, weil ich mich in dem Café sehr wohl gefühlt habe. Das Konzept meines Cafés „Coffee and Vinyl“ gefiel mir von Anfang an. Es lief den ganzen Tag verschiedenste Musik, und zwar richtig oldschool auf einem Plattenspieler. Außerdem konnten Kunden dort auch Platten selber kaufen. Ich fand es wirklich erstaunlich, wie viele Leute sich wieder für Schallplatten interessieren. Für mich, aufgewachsen in der CD- und Streaming-Generation, war es also auch echt interessant, den Umgang mit einem Plattenspieler erstmal zu lernen. Außerdem hat mein Chef mir die komplette Karte gezeigt, sodass ich zum Schluss jede Art von Kaffee machen konnte. Das ist übrigens gar nicht so leicht wie man erst einmal denkt. Hinter richtigen Barista-Kaffee steckt wirklich eine eigene Kunst. Sonst habe ich viel gebacken, Essen zubereitet und natürlich auch serviert. Mein Chef war auch echt freundlich und hat mich auch jeder Person vorgestellt, die ins Café kam. Natürlich waren alle immer sehr neugierig, wer ich bin und wollten wissen, wo ich in Deutschland wohne, was ich sonst in Deutschland mache und wie es mir in England gefällt. Ich habe in den drei Wochen also bestimmt 20-mal das deutsche Ausbildungssystem erklärt, wovon so gut wie alle sehr begeistert waren.

In meinem Café habe ich somit auch eine ganz neue Art von Service kennengelernt. Mein Chef war ein sehr offener Mensch und hat sich mit seinen Kunden lange und viel unterhalten. Nachdem ich meine anfängliche Schüchternheit abgelegt hatte, habe ich mich auch mit vielen Kunden unterhalten. Dass das besonders wichtig war, hatte mein Chef mir zwar schon am Anfang gesagt, aber nach einiger Zeit habe ich es auch wirklich selber gemerkt. Man baut eine persönliche Beziehung zum Kunden auf und das zeigt Wirkung. Die Kunden kommen gerne wieder, wenn sie wissen, dass man dort nicht nur guten Kaffee trinken kann, sondern auch nette Gespräche führt. Das lässt sich natürlich auch auf meine Arbeit in Deutschland übertragen. Sympathie und Freundlichkeit spielen im Service eine große Rolle. Das wusste ich zwar schon vorher, aber dies von den Engländern zu lernen heißt definitiv von Profis zu lernen. 

Kampf dem Kalk: Tropfsteinhöhle und Hope‘s Nose

Blog 5

So kann Kalk auch aussehen

Wie schon in vorherigen Blogeinträgen berichtet, war TTPL, unser Ansprechpartner vor Ort, nicht nur für unsere Unterbringungen und den Arbeitsplatz zuständig, sondern hat auch gemeinsame Aktionen geplant. Beispielsweise wurde eine Besichtigung von Kents Cavern organisiert. Etwas abseits vom Stadtzentrum von Torquay findet man die prähistorische Kalksteinhöhle, in denen Funde mit einem Alter von rund 450.000 Jahren gesichert werden konnten. 450.000 Jahre, das sagt sich so leicht. Wenn man jedoch mitten in der Höhle steht, einem Mammutknochen gezeigt werden und man Geschichten von Römern hört, bekommt man langsam ein Gefühl dafür, wie unvorstellbar alt der Ort ist, an dem man sich gerade befindet. Die Tropfsteine wurden somit irgendwie schnell zur Nebensache, obwohl der chemische Prozess, der dahinter steckt, schon interessant ist. Die Tropfsteine entstehen dadurch, dass Regenwasser im Boden versickert, Kohlenstoffdioxid aufnimmt und somit zu Kohlensäure wird. Die Kohlensäure sorgt dafür, dass sich der Kalk aus dem Wasser chemisch zersetzt. Übrig bleibt Kalkstein, der sich immer weiter ablagert bis nach mehreren Jahrhunderten langsam der Beginn eines Tropfsteins entsteht. Unser Fazit: Kalkreiches Wasser kann an manchen Stellen Schönes bewirken. Für den Alltag würden wir trotzdem lieber eine Enthärtungsanlage von uns empfehlen [Vorsicht Werbung!]

Im Anschluss an die Besichtigungen hatten wir schon vorab geplant, noch etwas in der Region zu bleiben, um zur „Hopes Nose“, einem schönen Aussichtspunkt an der Küste, zu gehen. Mit einer Gruppe von acht Leuten sind wir also losgegangen. Es war schon so üblich, dass bei den Ausflügen immer einer von uns die Führung übernommen hat. Mit GoogleMaps etc. ging das natürlich auch relativ einfach. Von den Tagen zuvor waren wir alle noch etwas erschöpft und hatten uns eigentlich nur auf einen kurzen Spaziergang eingestellt. Entsprechend waren wir nicht wirklich für einen längeren Marsch gekleidet und hatten auch nicht viel zu trinken dabei. Nach ca. 5 min haben wir einen Wegweiser mit der Aufschrift „Hopes Nose“ entdeckt und uns kurzerhand gegen die GoogleMaps-Route entschieden. Der Klassiker: Warum auch auf ein Satelliten gestütztes Navigationsgerät vertrauen? Uns war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, dass es sich bei der Beschilderung um eine Wanderroute handelte. Hätten wir den direkten Weg (roter Weg) genommen, wären wir nur ca. 1,5 km gegangen und nach 20 min angekommen. Letztendlich waren wir mehr als eine Stunde unterwegs und haben dabei ca. 4,5 km (grüner Weg) zurückgelegt.

Rückblickend klingt eine Stunde irgendwie echt kurz. Uns kam es auf jeden Fall wie eine halbe Ewigkeit vor, auch weil es durch die ganzen Hügel, Wurzeln und Stufen schon echt anstrengend war. Umso erleichterter waren wir, als wir dann endlich ankamen und der Ausblick hat sich auf jeden Fall gelohnt. Man hatte einen unglaublich weiten Blick auf das Meer und die Landschaft um uns herum. Das Ganze erinnerte an das Auenland aus „Der Herr der Ringe“. Leider konnte die Kamera gar nicht einfangen, wie schön es in Wirklichkeit aussah. Für den Weg zurück in die Stadt, haben wir uns dann für den Bus entschieden, zu dem wir diesmal den anderen Weg gegangen sind.

Fazit: Für alle die da mal in die Nähe kommen: Besucht unbedingt „Hopes Nose“ und das „Auenland“! Und natürlich immer gut die Wasserhärte zuhause im Blick behalten ;)

Eine Wanderung nach Hope's Nose lohnt sich

REISETIPP

Von Kents Cavern bis Hope's Nose ist es nicht allzu weit. Etwas zu trinken und feste Schuhe solltet ihr aber immer dabei haben

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