DuPont: Mehrstufiges Abwasser-Recycling

Mit einem intelligenten Anlagenkonzept aus Bio-Aktiv-Verfahren, Ultrafiltration und Umkehrosmose kann DuPont am Standort Hamm-Uentrop bis zu 90% seines Abwassers für die Produktion zurückgewinnen. Die Wasser-Recycling-Lösung erzielt optimale Ablaufwerte und spart pro Jahr ca. 800.000 Euro.

Kunde

Das Werk Uentrop der DuPont de Nemours (Deutschland) GmbH und der DuPont Sabanci Polyester GmbH liegt innerhalb eines Industriegeländes auf einer Fläche von 50 ha und nutzt den nahe gelegenen Fluss Lippe als Vorflut. Es werden pro Jahr ca. 150.000 t hochwertige Kunststoffe sowie Kunststofffasern und -folien (Zytel®, Crastin®, Selar®, Dacron® und Butacite®) produziert. 

Aufgabe

In der Vergangenheit wurden für die Produktion jährlich etwa 800.000 m³ Trinkwasser bezogen, von den ca. 600.000 m³ nach einer vollbiologischen Abwasserreinigung durch die firmeneigene Werkskläranlage in den Vorfluter gelangten. Zur Senkung des Wasserverbrauchs und zur Schonung der natürlichen Ressource Wasser sollten am DuPont-Standort Hamm-Uentrop neue Wege im Wassermanagement beschritten werden. Ziel war, die in den Vorfluter eingeleitete Abwassermenge durch Abwasserrecycling um mehr als 80% zu reduzieren und die bezogene Trinkwassermenge entsprechend zu reduzieren.

Lösung

Verfahren zum Abwasser-Recycling bei DuPont - Veolia Berkefeld
Verfahrenskonzept für Wasser-Recycling bei DuPont in Hamm-Uentrop

Das Konzept sah vor, durch die Kombination dreier Aufbereitungsverfahren und Behandlungsstufen eine Wiederverwendung der anfallenden Abwässer zu ermöglichen:

Das Zusammenwirken dieser Verfahren erlaubte die Einbindung des neuen Recycling-Kreislaufs in die fünf bestehenden konventionellen Versorgungssysteme.

Vorteile

Umkehrosmose zum Wasser-Recycling bei DuPont - Veolia Berkefeld
Umkehrosmose-Anlage zum Wasser-Recycling bei DuPont 

Die Abwasser-Recycling-Lösung gewinnt bis zu 90 % des Abwassers für die Produktion zurück. Die Anlage erreicht die Zielwerte hinsichtlich Betrieb und Ablaufqualität bzw. unterschreitet sie deutlich. Beispielhaft ist der Umwelteffekt hinsichtlich Trinkwasserbezug und Abwasservolumen. Dies ermöglichte eine jährliche Einsparung der Betriebskosten von ca. 800.000 Euro. 

Die Auslegung und regelmäßige Wartungen konnten über die letzten Jahre eine hohe Verfügbarkeit der Anlage (95%) mit hoher Ausbeute (i. M. 82%) sicherstellen.

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