Wasser für Wärmenetze, Biogasanlagen & BHKW

Die Wasserqualität in Nah- und Fernwärmenetzen hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Betriebssicherheit und die Effizienz von Biogasanlagen und Blockheizkraftwerken (BHKW). Eine schlechte Wasserqualität reduziert den Wirkungsgrad und führt zu Betriebsstörungen und Anlagenschäden durch Ablagerungen oder Korrosion.

Die Erfahrung aus zahlreichen Anwendungsfällen der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Wasserqualität dennoch oft nicht im Fokus der Anlagenbetreiber liegt und als Folge dessen oftmals nicht den jeweiligen Anforderungen entspricht.

Die Anforderungen an die Wasserqualität in Nah- und Fernwärmenetzen sind in der VDI 2035 und dem AGFW Arbeitsblatt FW 510 ausführlich dargestellt. Besonderer Augenmerk liegt auf den Paramentern pH-Wert, Härte und Leitfähigkeit sowie dem Sauerstoffgehalt. Diese Parameter beeinflussen, ob es in einem System zu Ablagerungen, Ausfällungen oder Korrosion kommt.

Anforderungen an die Fahrweise des Wärmenetzkreislaufes

Richtwerte salzarm salzhaltig

Leitfähigkeit bei 25 °C in µS/cm

10-30

30-100

 100 - 1500

Aussehen

 klar, frei von suspendierten Stoffen

pH Wert bei 25 °C

 9,0 - 10,0 *

 9,0 - 10,5 *

 9,0 - 10,5 *

Sauerstoff in mg/l

< 0,1

< 0,05

< 0,02

Härte in mmol/l

< 0,02 **

< 0,02

< 0,02 **

* gilt nicht bei Verwendung von Aluminiumwerkstoffen (pH 8,2 - 8,5)
** entspricht 0,11 °dH

Quelle: AGFW Arbeitsblatt FW 510, VDI 2035

Anforderungen der Komponenten-Lieferanten

Darüber hinaus haben die BHKW-Hersteller sowie weitere Komponenten-Lieferanten eigene Anforderungen an die Wasserqualität festgelegt, an deren Einhaltung in der Regel die Aufrechterhaltung der Gewährleistung gekoppelt ist. So führt eine hohe Härte zu Ablagerungen an Wärmetauschern, wodurch sich die Wärmeübertragung drastisch verschlechtert. pH-Werte außerhalb des empfohlenen Bereichs oder ein erhöhter Sauerstoffgehalt führen zu Korrosion an Pumpen, Armaturen, Wärmetauschern, usw. Da sich die Wasserqualität im Laufe des Produktlebenszyklus durch Nachspeisung, Fremdwassereinbrüche, Gaseintrag oder Korrosionsvorgänge oder auch durch den Einsatz von chemischen Zusatzmitteln ständig verändert, sollte eine im Bypass angeordnete Kreislaufwasseraufbereitungsanlage installiert werden.

Die Lösung

(1) Enthärtung mit Filtration,
(2) Entsalzung mit Filtration oder
(3) reine Filtration

Die Anforderungen der geltenden technischen Regeln sowie die Herstellerspezifikationen werden voll erfüllt.

Wasseraufbereitung BHKW, Wärmenetze, Biogasanlagen - Veolia Berkefeld
Schema Wasseraufbereitung für Wärmenetze

Da die Anlage im Teilstrom betrieben wird, ist eine Nachrüstung bei Bestandsanlagen ohne großen Aufwand umsetzbar. Die Abbildung zeigt einen typischen Anlagenaufbau sowie die Integration von weiteren Komponenten wie Druckhaltung, Entgasung oder Nachspeisung. Eine weitere Maßnahme zur Sicherstellung eines störungsfreien Anlagenbetriebs ist die lückenlose Dokumentation von Nachspeisemengen, Wasserqualitäten, etc. in einem Anlagenbuch, das wir dem Anlagenbetreiber gern zur Verfügung stellen. Berkefeld bietet seinen Kunden Laboranalysen zur Überprüfung der Kreislaufwasserqualität an und gibt Ihnen eine fachlich fundierte Empfehlung zur Sicherstellung der optimalen Wasserqualität.

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