Klinikum Kassel: Hygienisches Wasser

Wasser ist bei Hygienemaßnahmen im Krankenhaus ein unverzichtbares Hilfsmittel. Für maximale Wasserreinheit in der Endoskopreinigung, Zentralsterilisation und Küche setzt das Klinikum Kassel Anlagen der Marken BERKEFELD und ELGA ein.

Kunde

Klinikum Kassel

Das Klinikum Kassel ist das größte kommunale Krankenhaus der Maximalversorgung in Hessen. Jedes Jahr werden hier rund 45.000 Patienten stationär und mehr als 140.000 ambulant behandelt. Im Jahr 2010 wurden im Klinikum rund 6.000 endoskopische Untersuchungen durchgeführt. Ein umfangreiches Neubau- und Modernisierungsprojekt sollte das hohe Versorgungsniveau auch künftig sicherstellen.

Anforderungen

ELGA Reinstwasser für Endoskopreinigung im Klinikum Kassel

Um der Verbreitung von Keimen vorzubeugen, muss das im Krankenhaus eingesetzte Wasser deutlich reiner sein als Trinkwasser. Insbesondere für das Speisewasser von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDGs), sowie Sterildampferzeugern gelten strenge Grenzwerte. Diese stellen sicher, dass der Einsatz von Instrumenten nicht zu Infektionen und Kreuzkontaminationen führt. Um den Patienten maximale Sicherheit zu garantieren, suchte das Klinikum Kassel nach zukunftsfähigen Wasserreinigungslösungen, die die derzeit geltenden Grenzwerte aus den Normen DIN EN ISO 15883-4 und DIN EN 285 erfüllen und sogar übertreffen.

Lösung

ELGA Biopure-System mit vorgeschalteter Enthärtung, Veolia
ELGA Biopure Reinstwassersystem mit vorgeschalteter Enthärtung

Endoskopreinigung

Um Ablagerungen und Korrosion an den empfindlichen Instrumenten zu vermeiden, sollte das Spülwasser für RDG-Es eine hohe anorganische Reinheit aufweisen. Besonders wichtig ist auch die mikrobiologische Qualität. Beim Neubau der Endoskopreinigung 2010 entschied sich das Klinikum Kassel für ein Biopure-Wasseraufbereitungssystem der Marke ELGA. Durch Umkehrosmose werden 98 Prozent der Verunreinigungen entfernt, die anschließende UV-Desinfektion hält die Keimzahl konstant auf minimalem Niveau. Ein Ultrafiltrationsmodul entfernt schließlich abgestorbene Bakterien und deren Abbauprodukte und gewährleistet eine Endotoxin-Spezifikation von weniger als 0,25 EU/ml. Endotoxine sind Zerfallprodukte von Bakterien, die beim Kontakt mit Schleimhäuten oder Blut Fieber auslösen können. Sie sind hitzestabil und überstehen sogar die Sterilisation.

Berkefeld Umkehrosmose entsalzt Wasser für Zentralsterilisation des Klinikums Kassel
Berkefeld Umkehrosmose-Systeme 

Zentralsterilisation

Für die Spülung von OP-Bestecken schreiben Richtlinien vollentsalztes Wasser vor. Im Klinikum Kassel speist eine 2011 neu installierte Wasseraufbereitung die acht RDGs der Zentralsterilisation. Dazu entsalzen zwei maxiRO- und eine midiRO-Umkehrosmoseanlagen des Herstellers Berkefeld das vorenthärtete Trinkwasser und speisen parallel einen 1500-Liter-Tank. Aus dem Tank gelangt das Spülwasser über eine Totraum-optimierte Ringleitung in den unreinen Bereich der benachbarten Zentralsterilisation.

Vollentsalzung für Küche

In der Küche des Klinikums versorgt ein Berkefeld midiRO-System die Spülmaschinen mit vollentsalztem Wasser, um störende Ablagerungen an Maschinen oder dem Spülgut zu vermeiden. Der 1.600-Liter-Tank der Anlage kann dank Schrägboden komplett entleert und besonders komfortabel desinfiziert werden.

Vorteile

Wasserqualitäten im Klinikum Kassel
Vergleich der Wasserqualitäten aus geltenden Normen mit Werten aus dem Klinikum Kassel

Nach der umfangreichen Modernisierung der Wasseraufbereitungsanlagen erfüllt das Klinikum Kassel nun in der Endoskopreinigung, der Zentralsterilisation und der Küche alle geltenden internationalen Richtlinien. Oft wird sogar eine noch höhere Wasserqualität verwendet. Damit minimiert sich das Risiko von Verunreinigungen in Bereichen, die für den sicheren Betrieb des Klinikums Kassel besonders kritisch sind.

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