FCC Environment: Deponiewasser-Aufbereitung

Mobile Water Services-Anlagen reduzieren nach dem bisher regenreichsten Winter in Großbritannien das Volumen des aufzubereitenden Müllsickerwassers und lösen damit ein Umweltproblem.

Kunde

FCC Environment gehört zu den führenden Entsorgungs- und Abfallverwertungsfirmen Großbritanniens. Das Unternehmen verfolgt das erklärte Ziel, die Menge an Müll, der auf einer Deponie endet, zu minimieren und ihn stattdessen in wertvolle Ressourcen umzu-wandeln. Das Unternehmen bietet eine Reihe von Dienstleistungen, angefangen bei der Abholung von Geschäfts- und Kommunal-abfällen bis hin zum Recycling und der Verwertung des Abfalls. Darüber hinaus wird aus dem Abfall grüne Energie gewonnen. FCC Environment besitzt verschiedene Deponien für die Entsorgung von Müll, aus dem kein weiterer Wert gezogen werden kann.

Anforderungen

Veolia Berkefeld UCC Environment Deponie

Regenwasser von der FCC Environment Deponie in Colsterworth nahe Grantham wird in einem Auffangbecken gesammelt. Bevor das Wasser sicher in die anliegenden Gewässer abgeleitet wird, wird es auf Verunreinigungen untersucht. Müllsickerwasser, das auf allen Deponien entsteht, wird in einem Tankfahrzeug gesammelt und zur Entsorgung zu einer Abwasseraufbereitungsanlage gefahren. Nach dem nassesten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Großbritannien lief das Regenwasserauffangbecken voll. Durch den vielen Regen wurde auch mehr Müllsickerwasser produziert und verunreinigte das Auffangbecken.

Konfrontiert mit 40.000 m3 kontaminierten Wassers, das nicht in die anliegenden Gewässer abgeleitet werden konnte, wusste Lorna Gibbs, die für die Entsorgung des Müllsickerwassers zuständige Mitarbeiterin mit zehn Jahren Berufserfahrung, genau was zu tun ist: Sie rief beim Veolia Mobile Water Services-Team an. „Wir können in dieser ländlichen Gegend maximal vier Tankfahrzeuge am Tag einsetzen und würden fast ein Jahr brauchen, um das Auffangbecken zu leeren. Und das unter der Voraussetzung, dass es in dieser Zeit nicht noch einmal regnet", erklärt sie. „Wir mussten also die Wassermenge reduzieren und die dazu am besten geeignete Technologie ist Umkehrosmose."

Lösung

Die Lösung war eine mobile Umkehrosmoseanlage mit Vorbehandlungsfiltern, mit der das verunreinigte Wasser soweit aufbereitet wurde, dass es direkt in die anliegenden Gewässer abgeleitet werden konnte. Das konzentrierte Abwasser aus der Umkehrosmoseanlage wurde in Tankfahrzeugen zur Abwasseraufbereitungsanlage gefahren. Das Abwasser-Gesamtvolumen war jedoch um zwei Drittel reduziert, so dass weniger Tankfahrzeuge benötigt wurden. Damit konnten die Auswirkungen auf die Umwelt deutlich minimiert und dazu auch noch Transportkosten eingespart werden.

Verfahrensbeschreibung
 

Verfahrensbeschreibung

Die Mobile Water Services-Anlage kann bis zu 36 m3/h des verunreinigten Wassers aus dem Auffangbecken aufbereiten. Die Aufbereitung erfolgte mit Natriumhypochlorit zur Reduzierung der organischen Verunreinigungen, gefolgt von einer Filtration mittels Beutel- und Medienfilter. Die Medienfiltration erfolgt mittels zweier MOFi-Zweiphasenfiltereinheiten, mit denen Schwebstoffe entfernt werden. Durch die Beutelfilter werden die Medienfilter vor Geröll aus dem Auffangbecken geschützt. Die auf einem Container installierte MORO-Umkehrosmoseanlage produziert pro Stunde 17 m3 Permeat mit einer deutlich höheren Qualität als vorgeschrieben. Die 10 m3/h konzentrierten Abwassers werden in einem Sammelbehälter aufgefangen und gelagert und durch ein Tankfahrzeug abtransportiert.

Ergebnisse

Die Mobile Water Services-Anlage wurde im Januar 2013 installiert und ist seitdem dauerhaft in Betrieb. Auf diese Weise konnte das im Auffangbecken aufgefangene Wasser um über 600 m3/Tag reduziert werden. Ohne die mobile Anlage wären die gesamten 40.000 m3 kontaminierten Regenwassers als Müllsickerwasser eingestuft worden und zum Standardpreis zur Abwasseraufbereitungsanlage gefahren worden. Selbst mit den Miet- und Betriebskosten der mobilen Anlage sind die Einsparungen beträchtlich. Hinzu kommen die Vorteile für die Umwelt, die durch weniger Fahrten mit dem Tankfahrzeug und die schnellere Entsorgung des verunreinigten Wassers erzielt wurden.

Vorteile

  • Aufbereitetes Abwasser erfüllt Anforderungen
  • Volumen des mit Tankfahrzeugen abzutransportierenden Abwassers um 60% gesenkt
  • Geringerer CO2-Ausstoß durch weniger Fahrten
  • Deutliche Einsparungen bei Transport- und Aufbereitungskosten
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