Kraftwerk: Mobile Anlage für Inbetriebnahme

Bei der Inbetriebnahme eines Gas-und-Dampf-Kombikraftwerks verursachte die ineffiziente Vorbehandlung des Flusswassers Probleme mit der Vollentsalzungsanlage. Mobile Umkehrosmoseanlagen von Mobile Water Services lösten das Problem und senkten zugleich die Betriebskosten der Vollentsalzung.

Kunde

Einer der größten britischen Energielieferanten hat ein neues 1.300 MW Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk mit drei Gasturbinen und einem Abhitzedampferzeuger errichtet, dessen Dampf eine Dampfturbine antreibt. Die neue Anlage produziert ausreichend Strom für rund 1,5 Millionen Haushalte und trägt so zu einer effizienten und sicheren Energieerzeugung mit geringerem Kohlendioxidausstoß bei. Für den Abhitzedampferzeuger werden zusätzlich 50m3/h demineralisiertes Wasser benötigt. Dieses Wasser wird aus dem Fluss gewonnen, um die Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung so gering wie möglich zu halten und um eine nachhaltige Wasserversorgung sicherzustellen.

Anforderungen

Das Flusswasser wurde vor der Demineralisierung mit Hilfe eines konventionellen Kationen-Anionen-Mischbett-Ionenaustauschers mit Entgaser vorbehandelt. Während der Inbetriebnahme konnte die Demineralisierungsanlage die benötigte Leitfähigkeit von 0,1 μS/cm nicht erzielen. Als Ursache für das Problem wurde der hohe Gesamtgehalt des Flusswassers an organischem Kohlenstoff (TOC-Wert) ermittelt. Durch die Vorbehandlung konnte ein Großteil der hochmolekularen Huminsäuren entfernt werden, nicht jedoch die niedermolekulare Fulvinsäuren. Die Fulvinsäuren gelangten in den Ionenaustauscher und versurachten dort eine Zersetzung der organischen Stoffe, was sich in einer hohen Leitfähigkeit widerspiegelte. Diese stellte ein großes Problem für die Inbetriebnahme der Anlage und deren Effizienz dar. Der Projektmanager hatte schon früher mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen und wusste daher genau, was zu tun ist: Er rief das Mobile Water Services-Team an.

Lösung

Mobile Water Services mobile Umkehrosmosanlage zur Wasseraufbereitung

Mobile Water Servies stellte zwei mobile MORO-Umkehrosmosanlagen mit einer Aufbereitungsleistung von 25m3/h zur Verfügung, mit denen das gefilterte Wasser aufbereitet, die organischen Stoffe entfernt und die Feststoffkonzentration (TDS-Wert) vor der Demineralisierung reduziert wurden. Diese Aufbereitung löste nicht nur das Problem mit den organischen Verunreinigungen, sondern reduzierte auch die Betriebskosten der Demineralisierungsanlage, weil der Regenerationszyklus aufgrund des geringeren TDS-Wertes reduziert werden konnte. Die gemietete MORO-Anlage bleibt längerfristig vor Ort in Betrieb, bis der Kunde die Installation einer neuen, permanenten Umkehrosmose-anlage überdacht hat.

Vorteile

  • Fouling-Problem gelöst
  • Inbetriebnahme gemäß Planung durchgeführt
  • Geringere Betriebskosten für die Demineralisierungsanlage
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