30/10/2013 - Celle

Mobile Trinkwasseraufbereitung M6: Fit für den weltweiten Einsatz

Vor rund 80 geladenen Gästen, vor allem Mitarbeiter ziviler Hilfsorganisationen und Militärs aus mehreren Ländern der Welt, präsentierte Berkefeld, eine neue, mobile Anlage zur Wasseraufbereitung. 

Das System „Berkefeld M6" produziert mit einer Kombination verschiedener Verfahrensschritte - unter anderem keramische Ultrafiltration und Umkehrosmose - je nach Salzgehalt bis zu sechs Kubikmeter sauberes Trinkwasser pro Stunde. Zur Demonstration der leichten Transportierbarkeit und Handhabung wurde die Anlage auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst in Celle als Außenlast an einen Hubschrauber gehängt eingeflogen, abgesetzt sowie von Helfern innerhalb weniger Minuten angeschlossen und in Betrieb genommen.

Zu Beginn der Veranstaltung, die Standortkommandeur Oberstleutnant Hermann Grube im Offiziersheim der Heeresflieger eröffnete, ging Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende auf die erfolgreiche Unternehmensentwicklung von Berkefeld als Teil der Veolia Wassertechniksparte am Standort Celle ein. Gastredner Henning Otte, Mitglied des Bundestages und des Verteidigungsausschusses, unterstrich die hohe Bedeutung der mobilen Wasseraufbereitung für den nachhaltigen Erfolg heutiger humanitärer und militärischer Einsätze in Krisengebieten weltweit. Dr. Christian Ausfelder, Geschäftsführer der Veolia Wassertechnikaktivitäten in Deutschland, wies auf die 120-jährige Tradition von Berkefeld in der Region hin und auf die mehr als 100 Jahre Erfahrung in der mobilen Trinkwasserauf­bereitung, die sich weltweit im Einsatz beim Militär und bei vielen zivilen Hilfsorganisationen bewährt hat.

Der wesentliche Vorteil der jetzt präsentierten, neuen Trinkwasseraufbereitungsanlage „M6" besteht in ihrer hohen Leistungsfähigkeit bei einer sehr kompakten und robusten Bauweise sowie der sehr flexiblen Aufbereitungstechnik. Das System wurde speziell den Anforde­rungen humanitärer und militärischer Einsätze entsprechend konzipiert. Die Anlage wiegt 2,2 t und die Maße betragen 2,1m x 1,5m x 1,95m. Sie kann - wie auf der Veranstaltung demonstriert - als Außenlast an einen Hubschrauber gehängt, im Frachtraum eines Flugzeugs oder auf LKW bzw. Anhänger transportiert werden. Die M6 lässt sich zusammen mit einem Generator und sämtlichem Zubehör in einen ISO-Container installieren. Auch haben die Entwickler besonderes Augenmerk auf eine einfache Handhabung bei der Inbetriebnahme und im laufenden Einsatz gelegt: Die Anlage verfügt über eine intuitiv bedienbare, intelligente Bedienoberfläche (HMI - Human Machine Interface) und kann automatisch betrieben werden.

Mit der hoch-effektiven und flexiblen, lageangepassten Verfahrenstechnik und hochwertigen Edelstahlverrohrung, die auch strenge Hygieneanforderungen erfüllt, wird fast jedes zur Verfügung stehende Rohwasser aufbereitet. Die Anlage umfasst die Verfahrensschritte Vorbehandlung, Inline-Flockung, Vorfiltration, Ultrafiltration mittels einer keramischen CeraMem-Membran, Umkehrosmose, UV und Desinfektion. Je nach Rohwasserqualität können die jeweils erforderlichen Verfahrensschritte optimal angesteuert und miteinander kombiniert werden. Selbst aus Meerwasser mit einem Salzgehalt von 46.000 ppm kann mit der Umkehrosmose rund 1,7 m3 Trinkwasser pro Stunde produziert werden. Die Berkefeld M6 entspricht den geltenden militärischen Standards und ist auch in extremen Klimazonen (A1, B2 und C2 gemäß STANAG 4370/AECTP-230) einsetzbar.

Mobile Trinkwasser-Aufbereitungsanlage Berkefeld M6 beim Transport mit einem Hubschrauber
 

Bild 1:

Die Vorteile der präsentierten Wasseraufbereitung Berkefeld M6: die kompakte und robuste Bauweise, die leichte Bedienbarkeit und die effektive sowie flexible Verfahrenstechnik, mit der fast jedes Wasser aufbereitet werden kann. (Foto: Inga Hendrischk)

Inbetriebnahme des mobile Trinkwasser-Systems Berkefeld M6 von Veolia
 

Bild 2:

Schauen sich die Wasseraufbereitungsanlage Berkefeld M6 nach der Inbetriebnahme aus der Nähe an (von links): Bundestagsabgeordneter Henning Otte, Geschäftsführer Dr. Christian Ausfelder und der Oberbürgermeister von Celle, Dirk-Ulrich Mende.
(Foto: Inga Hendrischk)

Mobile Trinkwasseraufbereitungs-Anlage Berkefeld M6 von Veolia
 

Bild 3:

Die Vorteile der präsentierten Wasseraufbereitung Berkefeld M6: die kompakte und robuste Bauweise, die leichte Bedienbarkeit und die effektive sowie flexible Verfahrenstechnik, mit der fast jedes Wasser aufbereitet werden kann. (Foto: Inga Hendrischk)

Zeichnung der mobile Trinkwasseraufbereitungs-Anlage Berkefeld M6 von Veolia
 

Bild 4:

Die Verfahrensschritte der mobilen Trinkwasseraufbereitungsanlage M6 - u.a. keramische Ultrafiltration und Umkehrosmose - werden je nach Rohwasserqualität miteinander kombiniert. Auch Wässer mit hohen Salzgehalten können aufbereitet werden.
(Grafik: Berkefeld / Veolia)

Teilen