22/06/2012 - Celle/Frankfurt

Carbon Footprint in der Wasseraufbereitung

Klima schonen & Kosten optimieren - Berkefeld auf der ACHEMA 2012, Halle 6.1, Stand B98

Celle/Frankfurt, 19. Juni 2012 - Berkefeld berechnet den Carbon Footprint seiner Anlagen zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. Damit unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzziele und der Minimierung ihrer Betriebskosten. Denn der Schlüssel zur Reduzierung von CO2-Emissionen ist der Einsatz energieeffizienter Technologien und die Optimierung des Chemikalienverbrauchs. Aufbereitungslösungen mit einem geringen Carbon Footprint schonen die Umwelt und maximieren den ökonomischen Nutzen.

In Großbritannien gehört er bei öffentlichen Ausschreibungen bereits zum Standard und in vielen Industrieunternehmen ist er Gegenstand von Umweltschutzzielen: der Carbon Footprint (Kohlenstoff-Fußabdruck). Dies ist die Gesamtheit an Treibhausgas-Emissionen, die direkt oder indirekt durch eine Person, ein Unternehmen, ein Produkt oder ein Ereignis verursacht werden. Das bekannteste Treibhausgas ist Kohlenstoffdioxid (CO2), die Emissionen werden in Tonnen CO2-Äquivalenten angegeben.

Carbon Footprint berechnen

Die Wassertechnikexperten von Berkefeld ermitteln den Carbon Footprint ihrer Anlagen zur Wasseraufbereitung bzw. Abwasserbehandlung. „Dabei stützen wir uns auf die international anerkannte Gesamtbilanz für Kohlenstoff", so Volker Alps, Vertriebsleiter Industrietechnik. „Wir berücksichtigen alle Treibhausgasemissionen, die während der Lebensdauer unserer Anlagen anfallen, einschließlich projekt- und einsatzspezifischer Faktoren." Für alle standardisierten Anlagenkomponenten führt Berkefeld den Carbon Footprint in den Angebotsunterlagen auf. Zudem erstellt das Unternehmen detaillierte Carbon Footprint-Analysen für kundenspezifische Systeme und bietet Vergleichsstudien für alternative Verfahrenslösungen. „Dabei wird die Anlage virtuell in ihre Bestandteile zerlegt und der Kohlenstoff-Fußabdruck der verschiedenen Materialien unter Berücksichtigung von Transportwegen und Art der Energieerzeugung errechnet", erläutet Volker Alps. „Ebenso verfahren wird mit dem gesamten Bedarf an Betriebsstoffen, wie etwa Verbrauchsmaterialien, Ersatzteilen und Energie über die angesetzte Lebensdauer der Anlage hinweg. Und auch die durch Montage und Inbetriebnahme, Wartungen und Entsorgung anfallenden Emissionen werden berücksichtigt."

Bei der Carbon Footprint-Analyse kommen speziell entwickelte Software-Module zum Einsatz. Hier werden die Material- und Energiemengen quantifiziert hinterlegt und mit Emissionsfaktoren aus international anerkannten Datenbanken multipliziert. Das Ergebnis sind CO2-Aquivalente für die verschiedenen Emissionsquellen einer Anlage, die schließlich zu einem Gesamtwert für den Lebenszyklus addiert werden. Auf diese Weise wurden beispielsweise drei vergleichbare Verfahren zur Teilentsalzung von Trinkwasser untersucht. Die Analyse zeigte, dass der Carbon Footprint von Nanofiltrations- und Umkehrosmoseanlagen um 68% bzw. 88% höher ist als beim Ionenaustauscherverfahren CARIX®. Bei allen drei Verfahren stammt der größte Anteil an Emissionen aus dem Stromverbrauch während des Anlagenbetriebs.

CO2-Kosten analysieren & senken

„Der Löwenanteil an Klimagasemissionen entsteht während des Betriebs der Anlage, der Anteil, der auf den Anlagenbau entfällt, ist eher gering", so Volker Alps. Insbesondere der Energiebedarf und der Verbrauch an Dosierchemikalien seien die wesentlichen Einflussgrößen für CO2-Emissionen. Energieeffiziente Technologien und Lösungen mit optimiertem Chemikalienbedarf zeichnen sich durch einen niedrigeren Carbon Footprint aus, wie das Beispiel des KNG Steinkohlkraftwerks Rostock belegt. Hier wurde die konventionelle Biozid-Desinfektion des Kühlkreislaufs durch das BerkeLYT OXI-Verfahren ersetzt. Diese Katalysatortechnologie eliminiert Biofilme bei deutlich minimiertem Chemikalieneinsatz und reduzierte allein dadurch den jährlichen Klimagas-Ausstoß des Kraftwerks von 117 auf 69 Tonnen CO2-Aquivalente. Das bedeutet: Unternehmen, die den Carbon Footprint ihrer Wasseraufbereitung minimieren, schonen die Umwelt und reduzieren die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer ihrer Anlage hinweg. Zudem verringern sie ihre Abhängigkeit von steigenden Rohstoffpreisen sowie behördlichen Auflagen und Steuern.

Berechnung Carbon Footprint
 

Bild 1:

Die Berechnung des Carbon Footprints berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus einer Wasseraufbereitungsanlage.

Veolia Berkefeld Umkehrosmose

Bild 2:

Wesentliche Faktoren für den CO2-Ausstoß von Wasseraufbereitungsanlagen sind der Energie- und Chemikalienverbrauch während des Betriebs. Im Bild eine Umkehrosmose.

Veolia Berkefeld Volker Alps

Bild 3

„Bei der Carbon Footprint-Berechnung berücksichtigen wir auch projektspezifische Faktoren wie beispielsweise die jeweilige Energiequelle", so Volker Alps (links).

Die Reduktion des Chemikalienverbrauchs durch ein neues Verfahren zur Kühlwasserdesinfektion verringerte die Klimagasemissionen im KNG Steinkohlekraftwerk Rostock um 48 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr.
 

Bild 4:

Die Reduktion des Chemikalienverbrauchs durch ein neues Verfahren zur Kühlwasserdesinfektion verringerte die Klimagasemissionen im KNG Steinkohlekraftwerk Rostock um 48 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr.

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