18/05/2012 - München/Celle

Neue Generation der mobilen Trinkwasser­aufbereitung an THW-Gruppen übergeben

Berkefeld auf der IFAT 2012: Modulare Wasseraufbereitung mit keramischer UF

München/Celle, 18. Mai 2012 - Die auf Trinkwasseraufbereitung spezialisierten Fachgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) haben auf der IFAT im Rahmen einer symbolischen Übergabe acht mobile Aufbereitungsanlagen des Typs Berkefeld TWA 15 UF erhalten. Stellvertretend wurde die erste Anlage an die Fachgruppe Trinkwasser in Starnberg übergeben. Das neu entwickelte, modulare System, das die Anforderungen der Deutschen Trinkwasserverordnung erfüllt, zeichnet sich durch eine Kombination moderner Verfahrenstechniken mit einer keramischen Ultrafiltration als Kernkomponente aus.

„Jede unserer neuen Trinkwasseraufbereitungsanlagen ist in der Lage, ausreichend Trinkwasser für bis zu 20.000 Menschen täglich bereit zu stellen.", erklärte THW-Präsident Albrecht Broemme, „Mit dieser mobilen Ultrafiltrationsanlage entspricht das THW den Anforderungen der Katastrophenvorsorge in Deutschland." Der hohe verfahrenstechnische Standard ist das Ergebnis einer engen Entwicklungszusammenarbeit zwischen THW und dem Wassertechnikhersteller Berkefeld, einem Unternehmen der Veolia Wassertechnik­sparte. „Insbesondere galt es, die Hinweise der sehr erfahrenen, freiwilligen THW-Helfer in den Trinkwasser-Fachgruppen zu berücksichtigen, damit die konkreten Anforderungen für den Einsatz erfüllt werden", so Dr. Thorsten Grenz, Chairman von Veolia in Deutschland. „Für diese enge und anspruchsvolle Partnerschaft danken wir dem THW."

Mit diesen Anlagen verfügt das THW über ein in Deutschland flächendeckendes Netz an Aufbereitungsanlagen, die auch die DVGW-Anforderungen und KTW-Regularien und damit die Bedingungen der Deutschen Trinkwasserverordnung (2001) erfüllen. Das THW bietet sich damit als Partner der deutschen Trinkwasserversorger für geplante oder unvorhergesehene Fälle der temporären Notversorgung an.

Moderne Verfahrenstechnik

Je nach Zusammenstellung der Verfahrensschritte liefert eine TWA 15 UF pro Stunde rund 15 Kubikmeter sauberes Trinkwasser und kann bei Einspeisung des Wassers ins Versorgungsnetz rund 2.400 Einwohner und bei Kanisterverteilung bis zu 20.000 Einwohner versorgen. Kernkomponente der Anlage ist eine hoch-effektive keramische CeraMem® Ultrafiltrationsmembran mit einer Porenweite von 0,1 μm, mit der Viren und Keime aus dem Wasser entfernt werden. Diese Keramikmembran ist als Monolithblock ausgeführt und deshalb besonders robust. Eine Desinfektion mit ultraviolettem Licht und eine Depotchlorung sorgen zusätzlich für sichere Trinkwasser­qualität. Vorgeschaltet sind eine Flockungs- und Adsorptionseinheit sowie eine Grobfiltration mit automatisch rückspülbaren Scheibenfiltern. Außerdem gehören eine Lagereinheit für 40 Kubikmeter Trinkwasser sowie ein Verteilungs- und Schlammentsorgungsmodul dazu.

Dank ihres modularen Aufbaus kann die TWA 15 UF innerhalb kürzester Zeit in Linienflugzeugen und auf LKWs zum Einsatz transportiert, ohne großen Aufwand aufgestellt und schnell in Betrieb genommen werden. Die überwiegend auto­matische Steuerung und der minimierte Bedarf an Chemikalien entlasten die Helfer vor Ort. Die Anlagen eignen sich zur Aufbereitung von Brunnen- und allen Arten von Oberflächenwässern in Süßwasserqualität.

TWA 15 UF Wasseraufbereitungsanlagen von Berkfeld
 

Bild 1

Acht neue Wasseraufbereitungsanlagen wurden auf der IFAT an das THW übergeben. Mit sauberem Trinkwasser stoßen an: Albrecht Broemme, THW-Präsident, Lothar Köpf, THW-Ortsverband Starnberg, und Dr. Thorsten Grenz, Chairman Veolia Deutschland. (Bild: Berkefeld / Veolia)

Mobile Trinkwasseraufbereitung von Berkefeld
 

Bild 2

Eines der neuen Trinkwassersysteme, die an das THW künftig vor allem im Inland einsetzen wird. Die Anlage produziert 15 m3 sauberes Trinkwasser in der Stunde.
(Bild: Berkefeld / Veolia)

Trinkwasseraufbereitung TWA 15 UF Veolia Berkefeld
 

Bild 3

Die Trinkwasseraufbereitung TWA 15 UF ist modular aufgebaut und kann an verschiedene Rohwasserressourcen angepasst werden. Kernkomponente ist eine keramische Ultrafiltration.
(Bild: Berkefeld / Veolia)

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