21/04/2009 - Bayreuth, Germany

Zentrale Teilentsalzung von Trinkwasser durch Carix®

Das Carix-Verfahren von Veolia dient Entsalzung von Trinkwasser und entfernt Sulfat, Nitrat und Chlorid.

Carix Anlage zur Trinkwasserentsalzung von Veolia

Berlin/Bayreuth, 1. April 2009 - Viele Gemeinden setzen auf weiches Wasser, um Anlagen in Haushalten, Gewerbe und Industrie zu schonen. Zur Teilentsalzung und Entfernung von Sulfat, Nitrat und Chlorid empfiehlt Krüger WABAG das Carix-Verfahren. Vorteile des Systems, von dem in Deutschland bereits 14 Referenzanlagen laufen, sind niedrige Betriebskosten und die hohe Anpassungsfähigkeit an veränderte Anforderungen.

In bestimmten Regionen enthält das Grundwasser geologisch bedingt Erdalkaliionen, Kohlensäurespecies und Sulfationen in erhöhten Konzentrationen. Die Gesamthärte des Wassers kann dabei Werte im Härtebereich IV von mehr als 30°dH erreichen. HartesWasser verursacht in privaten Haushalten, aber auchin Gewerbe und Industrie, große Probleme. Somit stehen Betreiber von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor der Notwendigkeit, diese deutlich erhöhten Gehalte an Härtebildnern aus dem Trinkwasser zu entfernen. Mit der Teilentsalzung durch Carix sind so in einem Privathaushalt Einsparungen von bis zu 1,70 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser möglich. Gegenüber dem Einsatz eines Hausenthärters sind sogar Einsparungen von bis zu zwei Euro pro Kubikmeter Trinkwasser möglich.Das Carix-Verfahren liefert gleichzeitig korrosionschemisch deutlich besseres Wasser als herkömmliche Enthärtungsverfahren. Der Eintrag an unerwünschtenMetallen (z. B. Kupfer) in Hausinstallationen wird stark verringert.

Verfahrensbeschreibung
Das feststofffreie Rohwasser durchströmt die Ionenaustauscherfilter. Hier findet die eigentliche Teilentsalzung statt. Dabei werden Nitrat, Sulfat, Chlorid, Calcium, Magnesium und Karbonathärte reduziert. Als Reaktionsprodukt entsteht Kohlensäure, die in Wasser und Kohlendioxid (CO2) zerfällt. Das entstandene Kohlendioxid wird im nachgeschalteten Reinwasserrieslerdurch Luftstrippung wieder entfernt. Für die Entgasung wird Luft mit einem Radialventilatorim Gegenstrom zum Reinwasser durch den Riesler geführt. Aus dem Reinwasserrieslergelangt das aufbereitete Wasser in einen Reinwasserspeicher. Bei der regelmäßigen Regeneration des Filterbetts werden die an den Austauscherharzen gebundenen Ionen entfernt und die Harze in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Hierfür wird Rohwasser über eine Regenerierpumpein den Regenerierspeicher gepumpt und mit CO2 aus der Rückgewinnung sowie aus einem CO2-Tankangereichert. Vom Regenerierspeicherwird die Regenerierlösung bei einem Überdruck von ca. 5 bar durch den jeweils zur Regenerierung anstehenden Filter gedrückt.

Das „Regenerierabwasser", das als „Eluat" bezeichnet wird, gelangt vom jeweils regenerierten Filterüber den Eluatentgaserin einen Eluatspeicher. Etwa

30% der Eluatmenge wird für die nächste Regenerationsphase wiederverwendet, indem es aus dem Eluatspeicher von der Regenerierpumpeangesaugt und in den Regenerierspeichergefördert wird. Im Eluatentgaserwird CO2 zu etwa 95% aus dem Regenerierstrom zurückgewonnen und über eine Kompressorstationwieder in den CO2-Regenerierspeicher zurückgefördert.

Die Vorteile im Überblick

  • Hohe Anpassungsfähigkeit an veränderte Aufgaben, Rohwasserqualitäten und Wassermengen 
  • Gleichzeitige Entfernung von Kationen und Anionen ohne korrosionschemisch nachteilige Auswirkung auf die Wasserqualität
  • Niedrige Betriebskosten durch Regeneration beider Austauscherharze mit einem Regeneriermittel und dessen Rückgewinnung 
  • Direkte Abwassereinleitung in den Vorfluter ohne Aufsalzung durch Regenerierchemikalien oder Antiscalants
  • Problemloser Betrieb im Teillastbereich bzw. An- und Abschaltung der Anlage
  • Einfache Bedienung bei maximaler Automatisierung
  • Unempfindlichkeit gegenüber Trübungsstößen
  • Schnelle Kapazitätserhöhung durch Harznachfüllung
  • Umweltverträglichkeit: Verbrauch des Treibhausgases Kohlendioxid bei der Regeneration
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